Wetter auf Teneriffa

Das Klima im Jahresverlauf und Unterschiede zwischen Norden und Süden

Die Temperaturen in Teneriffa sind das ganze Jahr über recht mild, so dass im Winter immerhin 19° bis 22°C erreicht werden, und im Sommer die Temperaturen im erträglichen Bereich von 24° bis 30°C liegen. Über 30 Grad werden die Höchstwerte selten klettern, weswegen die von Hitze geplagten Festlandspanier über den Sommer häufig auf die kanarischen Inseln flüchten.

Die Meerestemperatur bleibt ebenfalls relativ konstant bei 19 bis 24°C, und die Luftfeuchtigkeit ist mit 50 - 65 % doch sehr gering. Zumindest wenn man die Lage bedenkt, denn Florida liegt auf demselben Breitengrad und ist vor allem für seine stete Schwüle bekannt.

Dieses besondere Klima, dank dem Teneriffa auch Insel des ewigen Frühlings genannt wird, verdankt das Eiland dem Zusammenspiel von Passatwind und Kanarenstrom. Im Sommer nimmt der Passat die kühlere Feuchtigkeit des Kanarenstroms im Meer auf, und bildet ein kühlendes Luftband, das die extreme Hitze der Sahara abfängt. Im Winter bringt der Wind angenehm warme Luftströme vom afrikanischen Kontinent zu den Inseln.

Die dem Wind zugewandte Seite Teneriffas, der Norden ist wesentlich grüner und Pflanzenreicher, da diese Seite öfters beregnet wird, oder von den Passatwolken zumindest Feuchtigkeit bekommt, die die Pflanzen aufnehmen. Bis etwa 600 Meter Höhe, ist das Wetter jedoch auch hier konstant, erst darüber kann es des Öfteren abkühlen, regnen und neblig werden, gerade im Winter. Daher ist der Norden Teneriffas nur bedingt für Urlauber zu empfehlen, denn das Wetter kann hier wenigstens im Winter relativ unbeständig sein.

Wenn man im Winter auf der Nordinsel allerdings noch höher hinaus will, also in die gebirgigen Höhenzonen ab 1 500 Metern Höhe, finden Skifahrer hier gute Bedingungen. Es ist meist wolkenfrei und schneebedeckt, dafür aber auch nicht warm.

Im Süden ist das Wetter berechenbarer und hier kann wirklich die Schönwetter Garantie ausgesprochen werden. Durch das extrem hohe, und breit gedehnte Teidemassiv gelangen die Wolkenmassen von Norden her so gut wie nie nach Süden, so dass im Sommer im Grunde gar keine Regentage verzeichnet werden, und selbst im Winter maximal 5 im Monat. Auffällig ist hier allerdings der warme und extrem trockene Fallwind, der gegen Abend vom Gebirge her weht und durch seine Stärke durchaus als kühl empfunden wird.

Zwar ist das Wetter auf der Südinsel gerade im Winter beständiger und wärmer, doch ist die Vegetation hier ziemlich karg. Ob des seltenen Regens gedeihen hier nur Kakteen und Wolfsmilchgewächse, für Freunde des Grüns wirklich komplett das Falsche.

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