Urlaub Tipps
5. Januar, 2007 von Moderator
Hier noch einige Tipps für Touristen der Balearen
Die Balearen gehören ob ihrer Zugehörigkeit zu Spanien zum EU-Binnenmarkt.
Aus diesem Grund entfallen für Reisende aus EU-Ländern die Zollbegrenzungen. Aus diesem Grund wird man, gleich welchen Verkehrsweg man für die Reise wählt, nur sehr selten auf eine Zollkontrolle stoßen.
Für Reisende, die nicht aus einem EU-Land kommen, gelten allerdings weiterhin Grenzwerte und Zollbestimmungen. Auch für Reisende aus Deutschland empfiehlt es sich allerdings, seinen Reisepass oder Personalausweis immer mit sich zu führen. Zwar gibt es mittlerweile nach den Bestimmungen der Europäischen Union keine Passkontrollen bei der Einreise mehr, doch ist es während eines Aufenthalts auf den Balearen prinzipiell immer möglich, dass man sich ausweisen muss, beispielsweise während man sich im Flughafen befindet.
Auch die Anmeldung in den Hotels erfolgt natürlich noch immer mit Hilfe der Personalpapiere ihrer Besucher. Daher muss man auch heute noch die Empfehlung aussprechen, früh genug vor der Reise das Ablaufdatum des eigenen Ausweises oder Passes zu kontrollieren, damit man nicht auf eine böse Überraschung stößt, wenn man auf den Balearen nach seinen Papieren gefragt wird.
Für das Anmieten eines Fahrzeugs ist auf den Balearen ein Ausweispapier und ein Führerschein erforderlich. Hier genügt für gewöhnlich ein deutscher Führerschein, auch wenn man mit einem EU-Papier natürlich auf der sicheren Seite ist. Ein weiterer, früher sehr wichtiger Tipp in Bezug auf die Papiere hat heute nur noch begrenzte Gültigkeit: das Kopieren der Personalpapiere ist zwar noch immer ratsam, doch sollte man die Kopien im Hotelsafe aufbewahren, während man die Originale mit sich führen muss – mittlerweile verlangt die Polizei auf den Balearen, wie auch im Rest von Spanien, im Falle einer Kontrolle nach den Originalen. Gerade bei Ausflügen im Fahrzeug sollte man diese auf jeden Fall mit sich führen, da die Kopien nicht rechtsgültig sind und auch nicht mehr akzeptiert werden.
Vergleichsweise problematisch verhält es sich auf den Balearen mit der Post. Selbst auf der größten Insel Mallorca, die von allen Inseln der Gruppe die beste Infrastruktur aufweist, gibt es nicht besonders viele Postämter. In der Hauptstadt Palma zum Beispiel zählt man immerhin sechs Ämter dieser Art, die allerdings nur vormittags geöffnet haben – eine, für eine Stadt dieser Größe, dennoch nicht gerade beeindruckende Zahl. Wirklich problematisch wird es allerdings, wenn man sich nicht in einer der Metropolen der Inseln befindet – in vielen kleineren Orten findet man zwar ein Postamt, doch weist dies meist nur sehr mäßige Öffnungszeiten auf, während es in vielen dieser Orte eventuell auch gar kein Amt gibt. Briefkästen sind dann zwar meist zu finden, oft aber nicht mehr als einer und eventuell nicht einmal das.
Eine Alternative sind die rollenden Poststellen, die zu bestimmten Zeiten an festgelegten Orten stehen und dort eine recht kurze Zeitspanne lang zur Verfügung stehen, die aber auch keinen wirklich verlässlichen Weg darstellen, seine Urlaubspost auf den Weg zu bringen.
Auch in Bezug auf das Trinkgeld muss man als deutscher Tourist im Vergleich zu Spanien einige Besonderheiten beachten. So ist es auf den Balearen (wie im restlichen Spanien auch) nicht üblich, den Rechnungsbetrag aufzurunden und auf diese Weise Trinkgeld zu geben – vielmehr zahlt man zuerst seine Rechnung, wartet das Wechselgeld ab und gibt am Ende eine bestimmte Summe als Trinkgeld. Wie in Deutschland ist auf den Balearen ein Trinkgeld nicht obligatorisch – vielmehr kann man, wenn man Grund zum Ärger hatte, auch nichts geben, während fünf Prozent die normale Summe sind und zehn Prozent ein Ausdruck besonderer Zufriedenheit. Höhere Summen sind normalerweise nicht üblich.
Wie in vielen anderen Ländern muss man sich auf den Balearen auch gewisse Gedanken um die Rolle der Frau machen, besonders, wenn weibliche Reisende alleine oder in rein weiblichen Gruppen unterwegs sind. Gerade in den stark touristischen Regionen findet man immer wieder Animateure und andere Angestellte im gastronomischen oder touristischen Bereich, die der Überzeugung zu sein scheinen, dass Frauen ohne Begleitung nichts anderes im Sinn haben können als die kurzfristige Liaison mit einem balearischen Liebhaber.
Mag dies im Einzelfall vielleicht noch den Tatsachen entsprechen, so führt dies leider immer wieder zu aufdringlichem und unangenehmen Verhalten seitens einiger männlicher Bewohner der Balearen, die scheinbar kein Ohr für Absagen haben und noch immer die deutlich überholte Weisheit vertreten, dass Frauen „Ja“ meinen, wenn sie „Nein“ sagen.
Wenn man als Frau auf den Balearen allein unterwegs ist, so hat man von den „gewöhnlichen“ Bewohnern der Inseln nicht viel zu befürchten, da diese sich oft in höflicher Distanz zu den Touristen üben und sich auch Frauen gegenüber einigermaßen respektvoll verhalten. Den Annäherungsversuchen der aufdringlichen Gigolos, die von einem auch auf den Balearen nicht unüblichen Machismo getrieben werden, sollten man im Eigeninteresse allerdings eine entschiedene Absage erteilen und auf dieser auch bestehen – es kann ja schließlich nicht im Sinne der weiblichen Reisenden sein, dass einmal mehr das Klischee bestätigt wird, dass Frauen sich allein durch Hartnäckigkeit überzeugen lassen.
Grundsätzlich gehören die Balearen angenehmerweise nicht zu den Teilen der Welt, in denen man zu sehr auf seine Kleidung oder sein Verhalten achten muss, da die Bewohner der Inseln es durch den starken Tourismus gewohnt sind, sich mit dem Verhalten anderer Europäer auseinander zu setzen.
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