Teneriffa Nord
5. März, 2008 von Moderator
Die wichtigsten Anlaufpunkte der Nordküste und kleinere Städte die einen Besuch lohnen
Die Hauptattraktionen der Nordküste sind Puerto de la Cruz, sowie das Orotavatal, alles östlich der großen Stadt in Richtung Anagagebirge ist für den Tourismus kaum erschlossen und gibt an außergewöhnlichen Sehenswürdigkeiten wenig her, auch Bademöglichkeiten bieten sich hier an den Steilküsten nicht wirklich.
Westlich von Puerto de la Cruz gibt es hingegen einige Städte, die durchaus interessant für einen Tagesausflug sind. Zum Beispiel Icod de los Vinos, das vor allem aufgrund seines riesigen Drachenbaumes, der der älteste Teneriffas ist, bekannt wurde und von Touristen besucht wird. Seinen Namen hat Icod nicht nur vom Weinanbau, der hier erfolgreich stattfindet, sondern auch durch das Fest am 29. November zu Ehren des heiligen San Andrés, das das größte und schönste Weinfest der Insel ist. Aufgrund dieses Festes kommen ebenfalls so einige Besucher in die Stadt, doch auch ohne großen Rummel ist Icod nett zu betrachten und bietet in seinem Tal mit dem hohen Teide im Hintergrund ein herrliches Bild.
Unter anderem sind neben dem berühmten Drago de Icod im Parque del Drago das „Mariposario del Drago“, ein Schmetterlingsmuseum, oder besser Biotop, in dem in tropischem Klima über 200 000 lebende Schmetterlingsarten in einer begehbaren Halle zwischen Blüten und Bäumen flattern. Ein Stockwerk tiefer liegt dann das Museum in dem man alles Wissenswerte über die bunten Flattermänner erfährt. Auch die Iglesia de San Marco ist nicht weit, die von außen im beeindruckenden Renaissancestil protzt, und im Inneren direkt mit barocken Stilelementen und Kunstwerken nachlegt. Im Kirchenmuseum findet man eines der wertvollsten Kunstobjekte Teneriffas, ein silbernes Kreuz aus Kuba, das der San Marco Kirche gestiftet wurde. Auch die Plaza Constitución ist interessant zu betrachten, mit beeindruckenden Bürgerhäusern aus dem 18. Jahrhundert.
Von Icod aus kann man einen kleinen Abstecher nach San Marcos an der Küste machen, das eine Art Bade-Vorort von Icod de los Vinos ist; hier kann man selbst im Winter unbekümmert baden. Ein nettes Städtchen ist Buenavista, weit im Nordwesten, das auf einem Lavadelta umgeben von Bananenplantagen liegt, erhöht auf einem Küstenplateau und begrenzt durch die steil abfallenden Hänge des Tenogebirges.
Faszinierend ist durchaus auch ein Ausflug nach Garachico, das einst den wichtigsten Handelshafen besaß, bis 1706 ein Vulkanausbruch alles zerstörte. Garachico bedeutet „kleiner Felsen“, und bezieht sich auf den Roque mit 78 Metern Höhe, der im Meer direkt vor der Landzunge, auf der die Stadt steht liegt.
Vom Aussichtspunkt Mirador de Garachico, der and er TF 82 Richtung Icod liegt, kann man nicht nur den gara chico sehen, sondern auch die Spur des tödlichen Lavastroms von damals. Bis heute ist es ein schwarzes Geröllfeld, das kaum bewachsen ist, und durch die Zerstörung des einzig natürlichen Hafens der Nordküste die reichste Stadt Teneriffas zu diesem Zeitpunkt ruinierte.
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