Teneriffa Geographie
20. Januar, 2008 von Moderator
Teneriffas Lage und Entstehung durch Vulkanismus
Teneriffa liegt westlich der Meeresenge von Gibraltar, also bereits im atlantischen Ozean, und die kürzeste Entfernung zum spanischen Festland beträgt 1 200 Kilometer, zum afrikanischen Kontinent hingegen nur 300 Kilometer. Daher ist es schon vorgekommen, dass große Sandstürme aus der Sahara herüber wehten, und über das Inselarchipel der Kanaren hinweg bis zur Karibik zogen.
Unter der Inselgruppe der Kanaren, zu denen noch Lanzarote, Fuerteventura, Gran Canaria, La Palma, La Gomera und El Hierro gehören, ist Teneriffa das größte Eiland. Teneriffa erinnert an ein Dreieck, beziehungsweise ein nach links umgekipptes Y, wenn man sich nur die Gebirgsketten betrachtet. Die Inselgruppe entstammt vulkanischen Aktivitäten auf dem Meeresgrund, bei denen sich immer mehr erstarrte Lava anhäufte und durch eine Hebung des Grundes hervortrat.
Bei Teneriffa weiß man, dass zunächst das Tenogebirge, die Gegend um Adeje und das Gebirge von Anaga aus dem Meer hervortraten, ungefähr vor 7 bis 5 Millionen Jahren. Dadurch, dass sich die Ozeanische Platte unter die afrikanische Kontinentalplatte schiebt, kann es in der ozeanischen Platte immer wieder zu Bruchstellen kommen bei abtauchen. Aus diesen Bruchstellen tritt Magma und befördert Uralte Ablagerungen auf dem Ozeangrund mit an die Oberfläche.
Bei den kanarischen Inseln kam es immer wieder zu solchen Brüchen, so dass auch die drei Vulkane Teneriffas immer wieder Lava spuckten. Nach und nach verschieben sich die Platten, so dass der Vulkanismus an manchen Stellen abnimmt, dafür an anderen ganz plötzlich auftritt. So auch auf Teneriffa. Zwar hatte sich durch die Ablagerung von Lava bereits unter Wasser Land zwischen den drei Vulkangebieten gebildet, doch erst mit dem hervortreten eines wesentlich größeren Vulkans zwischen ihnen und einer Kette kleinerer Vulkane verwuchsen sie zu einer Insel.
Von diesem riesigen Urvulkan kann man heute noch die Überreste sehen, in denen inzwischen der über 3 000 Meter hohe Teide emporgewachsen ist. Zwar gilt das Gebiet vor der afrikanischen Westküste weiterhin als vulkanisch aktiv, doch befindet sich dank der Verschiebung unter den Vulkanen Teneriffas kein Plattenbruch mehr. Der letzte kleinere Ausbruch ereignete sich 1906.
Dem vulkanischen Ursprung ist auch das faszinierende Landschaftsbild Teneriffas zu verdanken, sowie die natürlichen schwarzen und weißen Basalt-Strände. Dank der besonderen Lage im Meer nahe der Sahara ist auch das Klima das ganze Jahr über relativ konstant.
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