Teneriffa Attraktionen

La Orotava und seine Attraktionen

Am besten beginnt man mit einem kleinen Rundgang durch die Altstadt bei der großen Plaza Constitución, mit dem kleinen arabisch angehauchten Pavillon in de Mitte.


Aufgrund des herrlichen Blickes von hier aus über die Dächer der Stadt, wird der Platz oft auch als Balkon Orotavas bezeichnet. Von hier aus fällt sofort der terrassenförmig angelegte Ziergarten auf, der zum ehemaligen Palast der Familie Ascanio-Monteverde zählt, aber auch die Iglesia San Augustin, mit dem eng aufschließenden Kloster San Augustin.

Die Kirche wurde seit ihrer Erbauung im frühen 17. Jahrhundert wohl so einige Male überarbeitet, worauf man aufgrund des frühbarocken Kirchenportals schließen kann, das sich nicht so recht in die klassizistische Fassade einreihen will. In der Kirche selbst sollte man den bemalten Mujedar-Decken und dem kunstvoll geschnitzten Altar Beachtung schenken. Ins Kloster gelangt man neben dem Glockenturm, es dient heute vorwiegend als Musikschule.

Von der Plaza Constitución führt die Hauptgeschäftsstrasse Calle Escultor Estevez weg, und wenn man direkt die erste Strasse nach rechts abbiegt, die steil nach unten führt, schlendert man an gut erhaltenen Gebäuden vorbei, die Stile und Epochen aus drei Jahrhunderten Vergangenheit dokumentieren. Typisch altkanarische Bauweise, die neben Gotik, viktorianischen Häusern, protzigen Eingangstorbögen aus dem Barock und arabisch beeinflussten Bauten stehen. Am Ende der Calle Tomás Zerolo gelangt man zur Iglesia Santo Domingo und dem angrenzenden Kloster, die ab 1620 errichtet wurden.

In der Kirche selbst verdient das Gemälde der „Virgin de la Concepción“ besondere Aufmerksamkeit, das überaus wertvoll ist und damals von Flamen gespendet wurde. Das Kloster ist aufgrund der wunderschönen Innenhöfe und Kreuzgänge beachtenswert, auch wenn es heute das Museo de Artesanía Iberoamericana beherbergt. Geht man von hier aus die Calle Viera weiter, gelangt man zu Calle Cólogan, die den Berg hinauf zur Iglesia de Concepción führt.

Die ursprüngliche Kirche wurde hier gegen 1546 errichtet, doch als Nachwirkung des Vulkanausbruchs, der Garachicos Hafen begrub, erschütterten Erdbeben die Gegend, und die alte Kirche brach zusammen. An ihrer Stelle wurde die Iglesia de Concepción in ihrer heutigen Form errichtet, die als der schönste und unverfälschteste barocke Sakralbau der Insel gilt.

Die Calle Tomás Perez windet sich von hier bis zum Rathaus hin weiter, das vom selben Architekten stammt, der auch für Santa Cruz’ klassizistisches Erscheinungsbild verantwortlich war. Hinter dem Rathaus kann man einen alten Klostergarten bewundern, den Hijuela del Botánico mit exotischen und einheimischen Pflanzen, die schön angelegt zwischen Spazierwegen gedeihen. Vom Rathausplatz aus führt die Calle Escultor Estevéz zu einem Palast von 1620, dem heutigen ethnographischen Museum der Insel, wo man mehr über das Leben der Guanchen vor und nach der Ankunft der Spanier erfährt.

Auf dem weiteren Weg kommt man am Casa Ponte-Fronte vorbei, einem prachtvoll verzierten Barockpalast einer Genueser Familie aus dem 17. Jahrhundert. Neben diesem Palast führt ein Weg hinunter zur Gofiomühle La Máquina, die noch heute in Betrieb ist und gleichzeitig Museum für die alten Techniken des Gofiomahlens. Die Calle San Francisco führt weiter nach oben, zu zwei prächtigen Prunkpalästen des Finanzadels aus dem jungen 17. Jahrhundert, von denen das Casa de los Balcones als Museum dient. Es stellt quasi sich selbst aus, und gibt die einzigartige Möglichkeit Einblick in das reiche Leben des 17. Jahrhunderts zu erhalten.

Die Strasse führt schließlich zur Plaza San Francisco, von der man über die Calle Hermano zum Botanischen Garten der Stadt und dem Jardín Victoria gelangt, ein strang angelegter Park im viktorianischen Stil.

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