Spanisches Netz nicht durch T-Mobile abgedeckt

Wenig Zutrauen haben die von Eurospace befragten Top-Manager trotz des aktuellen Medienrummels in Apples iPhone. Lediglich 13 Prozent vertreten die Meinung, dass das iPhone ein Erfolg wird.


43 Prozent räumen dem innovativen Gerät kaum Chancen ein, eine größere Rolle auf dem Handymarkt zu spielen. Trübe sehen die Aussichten den Experten zufolge auch für den BlackBerry von Research in Motion (RIM) aus. 70 Prozent sehen den BlackBerry eher im Abstieg begriffen. RIM habe es versäumt, entscheidende Weiterentwicklungen voranzutreiben, so die Experten.

Im Rennen um die exklusiven Vertriebsrechte für das iPhone in Europa hat, laut einem Bericht des britischen Magazins MarketingWeek, übrigens T-Mobile die Nase vorn. Verhandelt werde darüber hinaus auch mit Vodafone. In den USA setzt Apple beim Vertrieb seines iPhones mit Cingular auf nur einen Partner. Experten bezweifeln jedoch, dass Apple mit dieser Ein-Provider-Strategie langfristig auch in Europa punkten könne.

Der stark fragmentierte europäische Markt macht diese Strategie schnell hinfällig, meint Martin Gutberlet. Bei einem Exklusivvertrag mit T-Mobile bliebe etwa Spanien, wo der deutsche Mobilfunkriese nicht aktiv ist, ein weißer Fleck auf der iPhone-Landkarte. Dieser offensichtliche Nachteil kann von der US-Firma Apple nicht erwünscht sein, weswegen Experten davon ausgehen, dass Apple von seiner Strategie abrücken wird.

Der finnische Branchenprimus Nokia und Sony Ericsson werden nach Meinung von Telekom-Experten in Zukunft den Handymarkt beherrschen. Dies hatte die Umfrage der Hightech-Beratungsgesellschaft Eurospace unter 100 Fach- und Führungskräften der Telekom-Branche ergeben, die am Montag (14.05.), veröffentlicht wurde.

“Nokia ist bereits seit Jahren führend, aber Sony Ericsson hat sich zuletzt vor allem mit seinem Musik-Fokus gut auf dem Markt positioniert”, kommentiert Gartner-Analyst Martin Gutberlet im Gespräch mit pressetext. Nach der Umfrage rechnen 70 Prozent der Befragten damit, dass an Nokia kein Weg vorbeiführe. 67 Prozent gehen davon aus, dass Sony Ericsson in Zukunft zu den Top-Adressen des Sektors gehört. Samsung (30 Prozent), Motorola (20 Prozent) und Apple (10 Prozent) folgen mit deutlichem Abstand.

Der Experte Gutberlet betonte allerdings auch die extreme Kurzlebigkeit des Handygeschäfts. Motorola hätte dank des erfolgreichen Razr-Handys noch vor ein paar Jahren in der Rangliste wahrscheinlich weiter oben gestanden. (Quelle: pte. 14.05.2007)

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