Kommentar zum Krampf um die Endesa-Übernahme

Melanie Wied hat aktuell einen Kommentar in der Allgemeinen Zeitung Mainz zum “Übernahmekrampf” von Endesa durch E.ON verfasst, denn ich Ihnen nicht vorenthalten möchte.


Teile des so im presseportal.de veröffentlichten Textes wurde von mir eins zu eins übernommen:”Beim Thema Energie ist es in weiten Teilen Europas noch immer mit der freien Marktwirtschaft ganz schnell vorbei, wenn ein ausländischer Konzern sich in nationale Märkte einkaufen will. Das hat die deutsche Eon jetzt nach langem Kampf einsehen müssen und im Wettlauf um den spanischen Endesa-Konzern vernünftigerweise die Segel gestrichen.

Die Aufgabe wird zwar mit einer respektablen Bonbonniere versüßt, doch das ändert nichts an der Tatsache, dass die Deutschen verloren haben. […] Denn Eon musste gegen Mitbewerber antreten, die sich der geballten Unterstützung ihrer Regierungen sicher sein konnten, die wiederum bei der Wahl ihrer Mittel nicht eben zimperlich waren und sich auch von der EU nicht reinreden lassen.”

“Endesa wäre […] ein ideales Mittel für Eon gewesen, auf einem Kontinent mit großen Wachstumsressourcen und ziemlich viel ‘Ellenbogenfreiheit’ Fuß zu fassen. Ein Ersatz für die jetzt schon extrem lukrative Endesa sind diese [Anmerk. M.L. - Osteuropa, Russland] Perspektiven nicht. Brauchen die Deutschen Trost, dann sollten sie sich vergegenwärtigen, dass sie gegen außerordentliche Schwergewichte verloren haben. […] Die unverhohlene Genugtuung, mit der gestern das Scheitern von Eon in den Regierungszentralen Madrids und Roms registriert und kommentiert wurde, spricht Bände.” (Quelle: ots / Melanie Wied, Allgemeine Zeitung Mainz. 03.04.2007)

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