Stierkampf in Spanien
3. Januar, 2007 von Moderator
Spaniens bekannteste Tradition - der Stierkampf
Zwar gerät der Stierkampf auch in Spanien immer mehr in die Schusslinie von Tierrechtlern, die das brutale Hinrichten des Tieres zur Belustigung des Publikums abschaffen wollen, jedoch ist es den meisten Spaniern nach wie vor ein kleines Heiligtum zum Stierkampf zu gehen und vielmehr eine Kunst, als ein Gemetzel.
Die Wurzeln des Stierkampfes gehen in das 16. Jahrhundert zurück als Ritter auf Pferden mit Lanzen das Tier erlegten, was zum einen eine Zielübung und zum anderen eine besondere Darbietung zu Feierlichkeiten am königlichen Hof war. Im Laufe des 17. Jahrhunderts wurden die berittenen Caballeros immer mehr von Kämpfern zu Fuß verdrängt.
Zu Beginn des 19. Jahrhunderts schließlich, als für das Volk zugänglich in Madrid die erste Plaza de Toros fertig gestellt wurde, erhielt die „Corrida“, wie hier der Stierkampf heißt, feste Regeln. In 3 Runden muss mit unterschiedlichen Waffen der Stier innerhalb von 20 Minuten getötet werden. Zuerst wird dem Tier vom Pferd aus eine Lanze in den Nacken gestoßen, um es zu reizen und gleichzeitig zu schwächen, danach werden mit bunten Bändern und Widerhaken versehene Stäbe in den Nacken gestoßen, bevor der Hauptkampf beginnt.
Erst in diesem dritten Kampfteil tritt der Torero auf, mit seinem „capa“, dem roten Tuch, mit dem er den Stier reizt und ihm bei jedem Ansturm gekonnt ausweicht. In einer bestimmten Choreographie sind sogar die Figuren vorgeschrieben, die der Torero hierbei auszuführen hat. Das Schauspiel endet, wenn der Stier von vorhergehenden Wunden und der Verausgabung beim Rennen auf das rote Tuch, schließlich durch einen gezielten Stich ins Herz mit einem gekrümmten Degen vom Torero getötet wird.
Nach der Erlegung des Tiers wird nicht nur der Torero, sondern auch der „toro bravo“, der mutige Stier mit tosendem Applaus geehrt. Die wichtigste Heimat des Stierkampfes ist noch immer der Süden Spaniens, vor allem Andalusien mit Sevilla und Bilbao, doch auch Zentralspanien, mit Madrid als Zugpferd. Im Norden Spaniens ist hingegen die Zucht der Stiere für den Kampf angesiedelt, und von hier stammt die besondere Tradition die Stiere durch die Gassen zu treiben, bevor sie in den Arenen landen. Berühmt ist hierunter vor allem der Lauf durch Pamplona, bei dem jedoch regelmäßig Menschen verletzt werden.
15 Kommentare zu “Stierkampf in Spanien”
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Verfasst in Unterkunft , Camping am 13. März 2007
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Wie im Artikel beschrieben, geht der Stierkampf auf das 16. Jahrhundert zurück. Ich denke, dort sollte er auch bleiben.
Ich finde es zwar wichtig, über alte Traditionen zu berichten, jedoch sollten nicht unbedingt alle am Leben erhalten werden. In einer Welt, in der es genug Kriege und Gewalt gibt, muss man nicht auch noch unschuldige Tiere nur zur Unterhaltung der Massen quälen.
Ich finde der Stierkampf ist veraltet und sollte abgeschafft werden!
Der Stierkampf ist zwar Tradition in Spanien, aber dennoch Tierquälerei. Obwohl manchmal, wenn auch selten, der Stier gewinnt…
Im Übrigen stehen die Stiere unglaubliche Ängste beim Lauf von Pamplona aus. Die Menschen, die hierbei jedes Jahr verletzt werden, sind daran selbst schuld.
Kann nur zustimmen! Leider können wir den Stierkampf nicht verbieten obwohl er für mich auch nichts weiter als die schlimmste Tierquälerei darstellt. Aus diesem Grunde muss ich zugeben fühle ich dann auch kein Mitleid für einen Torero der von einem Stier verletzt oder gar getötet wird, sondern freue mich für das Tier, dass es überlebt hat!
Ich würde mir gern einen Stierkapf anschauen, um mir anschließend eine abschließende Meinung zu bilden.
Gerne würde ich gemeinsam mit Freunden in Spanien Urlaub machen,da wir aber den Stierkampf verabscheuungswürdig finden,kommen wir erst,wenn dieses Massaker ein Ende hat.Wir hoffen bald! Mit freundlichen Grüssen Annette
In Barcelona gibt’s diesen Monat (Jul 07) wieder Stierkämpfe. Wer also Interesse hat…
SO LANGE DIE MEISTEN MENSCHEN NOCH TIERE AUS MASSENTIERHALTUNG ESSEN, MUESSEN SIE AUCH NICHT DEN STIERKAMPF KRITISIEREN, DER DIE TIERE SEHR VIEL WENIGER UND KUERZER LEIDEN LAESST ALS DIE MEISTEN DEUTSCHEN BAUERN IHRE TIERE. IM UEBRIGEN KANN MAN SICH KEINE MEINUNG BILDEN SOFERN MAN ES NICHT GESEHEN HAT. ICH LEBE SEIT LANGEM IN ANDALUSIEN UND BIN GROSSER VERFECHTER DES STIERKAMPFES UND KANN DIESES DOPPELMORAL DER MEISTEN MENSCHEN NICHT ERTRAGEN, DIE KEIN GELD FUER BIOFLEISCH ODER EIER AUSGEBEN ABER IMMER EINE GROSSE KLAPPE HABEN, WENN ES UM STIERKAMPF GEHT, OHNE KENTNISSE UBER KULTUR, KUNST UND HISTORIE
Wo kann man denn in der Gegend von Roses noch Stierkämpfe ansehen?
Finden die wie vor 20 Jahren immer noch sonntags statt oder auch unter der Woche?
ist ist ´sicherlich eine tierquälerei, aber es ist ihre alte tradition wie bei uns z.B. auch andere dinge.
Ob Tradition oder nicht, aber ich kann mich einfach nicht mit dem Gedanken anfreunden Tiere aus Spaß oder sportlichen Gründen zu töten.
Nicole, wieso verfechtest du den Stierkampf? Findest du nicht, dass es ein unnötiger Tod und unnötiges Leid ist, dass dem Tier da zugefügt wird? Mir ist nicht begreiflich, warum Menschen sich so etwas zur Belustigung anschauen wollen. `Man muß es erst gesehen haben, dann kann man darüber urteilen´, ….? ja, genau - genau wie ´beim Kinderstrich, das muß man sicherlich auch vorher gesehen haben , bevor man es verurteilen kann, hm? Ach ja, ein Tier ist ja etwas vollkommen Anderes, hat sicher keine Angst und keine Schmerzen. Sadismus ist sowas, ich könnte mich in so eine Arena nicht reinsetzen, weil ich dort die ganze Zeit heulen müsste…..
Ich finde Stierkämpfe totale Tierqälerei. Ok es ist zwar Tardition, aber ich finde , dass man es nicht so übertreiben muss ( mit Lanzen und Wiederhaken in den Nacken der Stiere zu stechen!) Ich schließe mich Volker an.
Mir hat vor kurzem jemand erklärt, dass ein Stierkampf gegenüber Mensch und Tier gerecht verläuft. Aber ich denke, dass ist nicht so. Man hat mir erklärt, dass diese Kampfstiere ca. 4 bis 5 Jahre getestet werden, ob sie zum Stierkampf geeignet sind. Und es wäre ein Kampf zwischen Tod und Leben auf beiden Seiten. Ich habe allerdings (wenn auch nur im TV) Kämpfe gesehen. Diese Kämpfe zeigen, dass es nicht gerecht zugeht, weil der Stier schon vorher durch diese anderen Toreros “auf Pferden” den Stier verletzen und schwächen. Das ist total krank, was die Spanier da machen.
Quälerei total. es gibt keinen anderen ausdruck. ich werde niemals mit spanien mich anfreunden können, solange sowas im Jahre 2008 noch möglich gemacht wird. all diese beteiligten sollten irgend mal selbst so langsam ausbluten und am Rücken zerstochen werden bis ihnen beim Mund das Blut rausrinnt. Eine Schande besonders in der Zeit in der wir leben
Oder sind die Spanier die tollsten Leute und wir alle anderen nicht? Warum macht man dies nicht in Bayern oder so. Oder hängt ihr euch auf die Tradition. Auch Hitler ist also Tradition.
Oder ?
Doppelmoral und Gegner von der Corrida, kommen aus der gleichen Ecke. Ich persönlich akzeptiere jeden Stierkampfgegner, der absolut veganisch lebt. Denn dann lebt er seiner Überzeugung entsprechend integer. Gerade gestern habe ich eine Fernsehsendung gesehen in der Hunde mit Jacken, Hemden und klitzernden Schmuck behangen wurden………..das ist mindestens so schlimm bzw. erfüllt es den Tatbestand der Tierquälerei ebenso wie die Corrida. Es hüte sich jeder davor die Tierquäler zu klassifizieren……….wie wäre es denn, einmal zu überlegen wieviel Blut und Leid an jedem Kalbsschnitzel, Hühnerei und Brathähnchen kleben. Wenn es Schuld gibt, dann fängt sie dort an……und nicht erst beim Stierkampf. Zumindest die Akzeptanz und Ehre die dem Stier zuteil wird halte ich für wesentlich ehrenwerter, als die Motive der vielen Eier- und Hähnchenfresser und Fresserinnen, die sich ihr lächerliches Gewissen bei der Corrida einschalten, während wesentlich verwerflichere tierverachtende Viehhaltung und Nutzungs in ihrem Namen unerwähnt bleibt………Heuchlerpack…..mehr hab ich dazu nicht zu sagen
Guten Tag
Rolf J.Stier