Stadtrundgang La Laguna
8. Januar, 2008 von Moderator
Was es auf einem großen Stadtrundgang zu sehen gibt
An der Plaza del Adelantado steht zudem das Rathaus der Stadt, ein graues Gebäude im klassizistischen Stil, das zum riesigen Komplex der Stadtverwaltung gehört, der sich die Calle Obispo Rey Redondo noch einige hundert Meter weiter zieht.
Im Rathaus gibt es drei Sehenswerte Fresken, zu deren Besichtigung man kommt, wenn man am Eingang zu den „Casas Consistoriales“, den Verwaltungsgebäuden, nach den „murales históricos“ fragt.
Der Bürgermeister wohnt nicht weit entfernt vom Rathaus am Platz, im siena farbigen Casa del Corregidor, dem „Haus des Vogts“, das noch von 1545 erhalten ist, mit all der Pracht der steinern verzierten Außenfassade.
Das rötliche Haus direkt neben dem Rathaus mit den neogotischen Fenstern ist das „Antiguo Colegio de las Domenicas“, also die alte Schule der Dominikaner, und beherbergt heute das Stadtarchiv. Nahe daran liegt ein blaues Haus, das „Casa del Alhóndiga“, das im 18. Jahrhundert als Korn- und Weinspeicher des Rathauses diente.
Selbst einen klassischen Palast aus dem 17. Jahrhundert kann man am Platz bewundern, das „Casa del los Capitanes Generales“, das bis 1723 den Feldmarschalls von Teneriffa als Sitz diente. Beim schön gestalteten Innenhof befindet sich ein Saal, der regelmäßig für Kunstausstellungen verwendet wird.
Hat man alles gesehen an der Plaza del Adelantado kann es über die Calle Obispo Rey Redondo weitergehen, leider stört hier das starke Verkehrsaufkommen ebenso, wie die engen Gehsteige, weshalb auch das flanieren und bummeln auf dieser Einkaufsmeile selten ohne strapazierte Nerven endet.
Über die Strasse erreicht man erneut einen Platz, die Plaza de la Catedrál, die mit vielen schlanken und hohen Palmen, sowie Schirmtannen und Dragos bepflanzt ist. Hier steht zudem die Santa Iglesia Catedrál, eine ursprünglich kleine Ordenskapelle aus dem Jahr 1511, die 1820 im klassizistischen Stil umgebaut wurde. Der Innenraum strotzt geradezu vor dunklen und mächtigen Basaltsäulen, die Seitenkapelle beherbergt nebst einem flämischen Bilderaltar aus dem Barock auch das Grab des Eroberers de Lugo und die Marmorkanzel in Verbindung mit den Silberschmiedearbeiten zeugen vom großen Reichtum der Stadt.
In der nähe der Kirche sticht das Teatro Leal gleich ins Auge, mit der fein ausgearbeiteten Fassade im Stil des „Modernismo“, der dem Jugendstil recht nahe kommt. Das Gebäude stammt aus dem Jahre 1915 und wird nicht nur als Theater, sondern auch als Kunstausstellungsraum genutzt, denn direkt im Eingangsbereich findet man eine Galerie.
An der Plaza de la Catedrál befindet sich zudem der Bischofssitz der Stadt, beziehungsweise der Bischofssitz der Insel, da es keinen weiteren auf Teneriffa gibt. Schräg gegenüber diesem Gebäude steht das Hotel Aguere, das bereits im 18. Jahrhundert als Hotel diente, und dessen mit Glas überdachter und Marmor ausgekleideter Innenhof einen kleinen Blick lohnt. Hier trafen sich einst die Diskutierzirkel der Insel, die die Ideen der Aufklärung in Europa genauso austauschten, wie verbotene Schriften und indizierte Bücher.
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