Cuba-Tage in Augsburg - Aguilera liest in spanischer Sprache

Die Cuba-Tage wurden vom Augsburger Vitoria Förderverein für Lateinamerika und Spanien e.V. in Kooperation mit Amnesty International Augsburg, dem Kulturbüro der Stadt Augsburg und dem Institut für Spanien-, Portugal- und Lateinamerikastudien der Universität Augsburg (ISLA) veranstaltet.


Ursprünglich war die Lesung für den 18. Januar angesetzt worden, musste jedoch aufgrund des Sturmtiefs Kyrill leider ausfallen. Die Veranstalter freuen sich nun, dass zum einen mit dem Schriftsteller ein Nachholtermin vereinbart und außerdem eine Beteiligung des PEN-Zentrums Deutschland gewonnen werden konnte.

Am 24. Mai um 18 Uhr findet nun an der Universität Augsburg die Lesung mit dem kubanischen Exil-Schriftsteller Carlos A. Aguilera statt. Zusätzlich ist es den Veranstaltern gelungen, Karin Clark vom PEN-Zentrum Deutschland für den Abend zu gewinnen. Sie wird das Writers-in-Exile-Programm des international tätigen Schriftstellerverbandes vorstellen, das auch Aguilera die Arbeit im Exil ermöglicht hat.

Dieses Programm wurde vom ehemaligen Staatsminister für Kultur, Michael Naumann entwickelt, als Dank für die Unterstützung vieler während des zweiten Weltkriegs ins Ausland geflohener Schriftsteller und Journalisten durch den internationalen PEN. Das Programm sollte zumindest sechs exilierten Schriftstellern und Journalisten für einige Jahre in Deutschland ein sicheres Zuhause garantieren und ihnen die Möglichkeit geben, sich in einem ihnen fremden Land, in einer ihnen unbekannten Kultur und Sprache einzuleben.

Die Lesung mit anschließender Diskussion mit dem kubanischen Exil-Schriftsteller Carlos A. Aguilera findet am Donnerstag in der Universität Augsburg (Hörsaal IV, Rektoratsgebäude) auf spanisch und deutsch statt. Der Eintritt ist frei. Die deutschen Texte liest Professor Thomas Scheerer. Aguilera wird Essays und Gedichte aus seinem Buch „Die Chinamaschine“ lesen. Der 1970 in Havanna geborene Schriftsteller war auf Kuba Mitherausgeber der unabhängigen Zeitschrift „Diáspora(s)“.

Wegen seiner politischen Einstellung und seiner offenen Kritik an der Regierung war er offensichtlich gefährdet und konnte die Insel dank eines PEN-Stipendiums verlassen, kurz bevor bei einer großen Verhaftungswelle im März 2003 viele Regimekritiker festgenommen und schließlich 75 Dissidenten zu Haftstrafen von bis zu 28 Jahren verurteilt wurden. Aguilera lebte zunächst in Bonn, dann einige Jahre in Graz und seit knapp einem Jahr in Dresden. Eine Rückkehr nach Kuba wird ihm derzeit verweigert. Mitveranstalter der Lesung ist eine Augsburger Amnesty International-Gruppe, die sich um die Freilassung von politischen Gefangenen auf Kuba bemüht. (Quelle: openPR. 10.05.2007)

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