Spanien Wirtschaft

Über die Wirtschaft des Landes und ihre wichtigsten Einnahmequellen

Durch die unterschiedlichen Regionen in Spanien und die damit verbundenen klimatischen Unterschiede ist auch die Wirtschaft von Ort zu Ort anders gelagert.


Neben dem Norden hat sich vor allem Andalusien durch intelligente Bewässerungssysteme zu einem wichtigen landwirtschaftlichen Träger entwickelt.

An den Küsten des Atlantiks, vor allem an den nordwestlichen Küsten, hat die Metall verarbeitende Industrie, unter anderem mit dem Schiffsbau ihren Schwerpunkt. Zwar rückt das Gebirge hier teilweise so weit an die Küste, dass diese unzugänglich wird, doch gibt es einige wichtige Naturhäfen und Ausbuchtungen, die das Wasser im Laufe der Jahrtausende geschaffen hat. Gerade in Galizien und dem Baskenland findet man solch bedeutende Häfen, in denen sowohl Import und Export als auch Schiffbau und Fischerei die wichtigsten Faktoren sind.

Die moderne Industrie und Petrochemie findet man ebenfalls im Norden des Landes, vor allem in Nähe der Atlantikküsten, aber auch rund um die Hauptstadt Madrid. Im Norden in den älteren Gebirgen wie dem kantabrischen Küstengebirge lagern letztendlich auch die Bodenschätze Spaniens, zu denen vor allem Kupfer, Pyrit, Blei, Zinn, Nickel, Kohle, Wolfram und Quecksilber zählen. Insgesamt lagern hier im Lande sogar 50 % der weltweit bekannten Quecksilbervorkommen und ein wenig Uran kann man ebenfalls finden. Einst gab es sogar Goldvorkommen in diesem Gebirgszug, doch diese wurden bereits von den Römern fast vollständig ausgebeutet. Dementsprechend findet man im Nordwesten die Bergbauindustrie angesiedelt.

An den Mittelmeerküsten, die meist gerade einmal 30 Kilometer ins Inland reichen, bevor das flache Küstengebiet wieder in Berge übergeht, herrscht der Tourismus vor. Diese Branche ist der wichtigste Wirtschaftsfaktor des Landes, vor allem eben am Mittelmeer, auf den Balearen und den Kanaren, doch zum Teil auch im kargen Süden. Málaga, Sevilla, Córdoba, Cadiz und Granada besitzen trotz der extremen Lage und Temperaturen, die im Sommer meist über 40°C erreichen, eine ungebrochene Anziehungskraft, selbst wenn die Besucher nur für einen Tagesausflug kommen. Das Geld, das die Touristen mitbringen ist aber gerade in diesen eher armen, wenig industrialisierten Gegenden, in denen Großgrundbesitz und Ackerbau noch gang und gäbe sind wichtig.

In den Ballungszentren am Mittelmeer und im Norden des Landes, sowie rund um Madrid, findet man das Dienstleistungsgewerbe als wichtigsten Wirtschaftssektor vor, wie eben in den meisten Industrienationen.

Die Viehzucht und damit verbundene Fleischproduktion sind vergleichsweise eher gering ausgeprägt, da gerade im Süden durch die Haltung und das Weiden größerer Herden enorme Schäden in der recht dünnen Vegetationsdecke verursacht wurden. Das ohnehin karg bewachsene und künstlich bewässerte Land hält der Belastung durch Vieh kaum stand. Daher findet man die Zucht von Nutztieren auch verstärkt im Norden angesiedelt.

Obwohl die spanische Wirtschaft mit 2,7 % Wachstum weit über dem EU-Durchschnitt liegt, so gibt es im Land mit einer Quote von fast 15% zugleich auch einen der höchsten Arbeitslosenanteile Europas.

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