Spanien Krieg

Der Kampf um die Balearen

Zum großen Bedauern der Bevölkerung der Balearen war die Zeit der Unabhängigkeit nur von relativ kurzer Dauer.


Jaumes Nachfolger starb nach einer kurzen Regierungsperiode von nur 13 Jahren, in denen er Mallorca und die Balearen zwar wirtschaftlich gefestigt, militärisch aber kaum gestärkt hatte. Es folgte eine kurze Unruhe, bis die Nachfolge gelöst war: der Sohn seines Bruders übernahm als Jaume III. die Geschicke Mallorcas.

Jaume III. ist bekannt als ein guter Herrscher, der die Inseln ausgehend vom Hauptsitz Mallorca zu einer auf Seefahrt und Handel beruhenden wirtschaftlichen Blüte führte, doch auch er vernachlässigte die militärische Verteidigung seines Reiches, was sich bald zu seinem eigenen Leidwesen auswirken sollte.

Der Konflikt zwischen den Balearen und dem Geschlecht von Aragon, der noch aus der Erbteilung Jaumes I. herrührte, war zwar für einige Jahrzehnte kaum spürbar gewesen, doch war er keineswegs beigelegt : Pedro IV. gierte auch nach dem Tod seines Vorgängers nach dem Besitz der Balearen, und er wollte seine Ansprüche 1343 militärisch untermauern.

Er landete auf den Balearen und schlug die Truppen der Inseln nieder, was Jaume III. zur Flucht aufs Festland zwang. In seinen französischen Provinzen sann er auf Rache für diesen Streich, und er verkaufte kurzerhand die Region Montpellier an den französischen König, um von dem Erlös ein Heer auszurüsten, mit dem er die Balearen zurückerobern wollte.


Jaume III. erwies sich als erfolgreicher Feldherr und führte seine Truppen in den ersten Schlachten zum Sieg – als er 1349 aber in der Schlacht von Llucmajor fiel, hatten die Balearen keinen Anführer mehr, der seinen Anspruch gegen
Pedro IV. hätte geltend machen können, sodass es mit der Unabhängigkeit der Inseln nun vorbei war – und zwar bis heute.

Zwar waren die Bewohner der Balearen, allen voran die stolzen Mallorquinen, mit dieser Entwicklung keineswegs zufrieden, doch konnten sie ohne einen Anführer niemals einen ordentlichen Widerstand gegen die Besatzer organisieren. Es kam zu kleineren, teilweise erbittert ausgefochtenen Schlachten, die aber nie den rechten Erfolg bringen sollten, so dass es schließlich nur eine Frage der Zeit war, bis man sich seinem Schicksal ergeben musste.

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