Spanien Anbau :: Gesundheit und Essen
24. Mai, 2007 von Moderator
Bio-Produkte aus Spanien frei von Pestiziden
Die Debatte, über biologisch angebautes Gemüse und Obst, genmanipulierten Mais oder der Einsatz von Pestiziden, zieht sich wie ein langer Kaugummi durch die Jahre und will scheinbar kein Ende nehmen.
Früher baute man das Essen im eigenen Land an und aß das, was dort auch wuchs. Die Möglichkeiten des immer schnelleren Transportes, der Steigerung des Gewinns und die immer größer werdende Nachfrage, nach Produkten wie Obst und Gemüse, die im Winter eigentlich nicht zu haben sind und haben dazu beigetragen, dass die Länder zur Ertragssteigerung Pestizide verwendet haben.
Dieser Trend seit Jahren rückläufig und Obst und Gemüse aus kontrolliert biologischem Anbau weisen keine Rückstände von Pestiziden auf, so die aktuellen Ergebnisse Stichprobenstudie der Umweltschutzorganisation Global 2000, bei der Paprika, Äpfel, Vogerlsalat, Tomaten und Orangen aus biologischer und aus konventioneller Produktion von der Lebensmittelversuchsanstalt Wien (LVA) http://www.lva.co.at/ untersucht wurden. “Der Test hat aufgezeigt, dass auf Bio Verlass ist. Es ist erfreulich, dass biologische Produkte heute sowohl in Biofachgeschäften als auch in vielen Supermärkten angeboten werden,” sagt Lisa Kernegger, Pestizid-Expertin von Global 2000.
Während Bio-Erzeugnisse pestizidfrei aus den Untersuchungen der LVA hervorgehen, sieht es bei den konventionell produzierten Obst- und Gemüsesorten schlecht aus. In fast allen Produkten des Stichprobentests konnten Pestizidrückstände gefunden werden. “Es gibt 1.000 theoretisch einsetzbare Pestizide - wir haben auf Spuren der wichtigsten und am meisten verwendeten Varianten geschaut”, sagt Gartner im Gespräch mit pressetext. Erschreckendes Ergebnis: Auf einer Paprikaprobe wurde ein Mix aus sieben verschiedenen Pestizidsorten gefunden.
Gerade Spanien ist beim Einsatz von Pestiziden nicht zimperlich, so dass sich einige fragen, ob dies auch die Bio-Produkte aus Spanien beeinträchtigt. Laut Michael Gartner, Leiter der Rückstandsanalyse der LVA, besteht jedoch keine Gefahr einer Kontamination der spanischen Bio-Produkte: “Die so genannte Abdriftkonzentration von Pestiziden auf Obst und Gemüse aus biologischem Anbau ist verglichen mit der Anwenderkonzentration vernachlässigbar klein.” Der Biomarkt Maran baut dennoch auf persönlichen Kontakt zu den ausländischen Herstellern. “Wir achten dabei stark auf das Umfeld der Hersteller: Rund um einen Bio-Betrieb darf nicht konventionell produziert werden, um jedes Risiko eines Kontakts mit Pestiziden zu unterbinden”, sagt Holzgruber-Riess weiter.
Der Biomarkt Maran, der sich ausschließlich auf Bioprodukte spezialisiert hat, hat bei den Untersuchungen durch den LVA ausgezeichnet abgeschnitten. Maran setzt dabei stark auf den regionalen Anbau in Österreich: “So weit es möglich ist, werden Produkte verwendet, die in Österreich hergestellt werden”, sagt Silvia Holzgruber-Riess, Marketingleiterin bei Maran, im Gespräch mit pressetext. Der Anteil der regionalen Produkte im Sortiment des Biomarktes ist allerdings saisonal schwankend. Bei Obst und Gemüse muss in den Wintermonaten auch auf Produkte aus Italien oder Spanien zurückgegriffen werden, um den Bedarf an Bio-Sorten zu decken. (Quelle: pte. 14.03.2007)
2 Kommentare zu “Spanien Anbau :: Gesundheit und Essen”
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Ich finde es eigentlich ganz sinnvoll für die Ernährung Bio-Produkte zu verwenden. Doch bin ich trotzdem etwas skeptisch. Denn wie man weiß ist Bio nicht immer gleich Bio.
Für mich ist es selbstverständlich Produkte nur dann zu kaufen, wenn sie auch in Deutschland Saisonzeit haben. Zum Beispiel Erdbeeren, die in Deutschland gewachsen sind schmecken einfach viel besser wie die Importierten aus Spanien. Dafür bin ich auch bereit mehr Geld zu zahlen.
Meiner Meinung nach ist es überflüssig und unsinnig im Winter Erdbeeren zu kaufen, die tagelang durch halb Europa gefahren wurden - sie schmecken sowieso nicht!
Bioprodukte werden für die Gesellschaft immer wichtiger. Nach Gammelfleischskandalen und pestizidverseuchtem Gemüse, achten immer mehr Menschen in Deutschland darauf, was sie essen.
Da man hier aber noch sehr oft auf Produkte aus dem Ausland zurückgreifen muss, weil beispielsweise im Winter in Deutschland nur schwer Obst angebaut werden kann, ist es für die spanische Landwirtschaft sicher von Vorteil, ebenfalls Bioprodukte für den Export anzubauen, da es in Deutschland eben zunehmend mehr verlangt wird.