Sehenswürdigkeiten Teneriffa
8. Januar, 2008 von Moderator
Stadtrundgang durch Santa Cruz
Die drei wichtigsten Plätze der Stadt sind die Plaza del Adelantado, Plaza de la Catedrál und Plaza de la Concepción, die durch die Hauptstrasse Calle Obispo Rey Redondo verbunden werden. Dieses Gebiet und die drei nördlich zur Calle Obispo verlaufenden Parallelstrassen bilden den Altstadtkern, in dem sich sämtliche Sehenswürdigkeiten konzentrieren.
Am besten beginnt man für einen Rundgang am Plaza del Adelantado, der indirekt nach dem Gründer der Stadt Alonso Fernandez de Lugo benannt wurde, da das Wort „adelandato“ im Spanischen „Pionier“ bedeutet. Hier spenden Palmen, Laubbäume und ein Drago genügend Schatten, um sich erst einmal ausführlich, und ohne die Gefahr eines Sonnenstichs mit dem Informationsmaterial zu beschäftigen, das man am Infopavillon hier erhält.
Alltäglich findet hier bis 13 Uhr auch der Mercado de San Miguel statt, ein Markt, der vorwiegend zum Einkauf von Lebensmitteln geeignet ist. Die Stände sind proppevoll beladen, so dass man teilweise Mühe hat den Verkäufer zu entdecken, und die Waren duften schon von weit her verführerisch.
Hier auf dem Platz finden sich aber noch weitere Sehenswürdigkeiten, zum Beispiel das Convento Santa Catalina, das in einem gelben Haus mit schweren Holzportalen und einem hölzernen Turmaufsatz untergebracht war. Das hölzerne Gitterwerk des Klosterturmes geht auf starke arabische Einflüsse zurück, denen Teneriffa zeitweise ausgesetzt war. So ermöglichten die Leisten den Nonnen nach unten zu sehen, und das weltliche Leben zu begutachten, während sie aber vor neugierigen Blicken von unten geschützt waren.
Rechts neben dem Convento steht der Palazzo de Nava, ein massiver Steinbau aus dem Jahre 1585, dessen Renaissancefassade über die Jahrhunderte durch etliche manieristische und barocke, teils gar klassizistische Stilelemente entfremdet wurde. Der alte Palast soll zu einem Hotel umgebaut werden, weswegen Besichtigungen leider nicht möglich sind. Beim Mercado kann man zudem den Palacio de Justicia finden, der sich erstaunlich gut von der optischen Aufmachung zwischen den alten Gebäuden einfügt, auch wenn es ein neuer Bau ist.
Beim Hotel Nivaria, mit einem der besten Hotels der Stadt, findet man das Casa de Padre Anchieta, der Jesuitenpriester der Sao Paulo gründete und durch die Christianisierung Brasiliens berühmt wurde. Eine Statue von Anchieta als Mönch steht bei der Autopista del Norte an der Auffahrt zu den Cañadas.
Wer bei diesem Hotel in die Calle Santo Domingo einen kurzen Abstecher unternimmt, wird sogleich auf die Iglesia Santo Domingo treffen. Die Prozessionsmonstranz dieser alten Kreuzkirche aus dem 16. Jahrhundert wird als die kunstvollste der gesamten Kanaren gehandelt, und die expressionistischen Fresken in Hauptschiff und Presbyterium sind ebenfalls etwas sehr Spezielles. Die hochragenden Mauern, die man neben der Kirche sieht gehören zum Dominikanerkloster, das mit seit 1532 bestehenden Studienmöglichkeiten in Grammatik, Logik und Philosophie zur ersten höheren Bildungseinrichtung der Stadt wurde.
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