Die wichtigsten Stationen im neuen und alten Stadtzentrum

Im neuen Zentrum am Strand lädt natürlich der Playa Martiánez mit seinem schwarzen Sand ein, doch liegt nicht weit entfernt auch das „Lago Martiánez“ genannte Meerwasserbad, das vor Brandungen und Strömungen des Meeres geschützt ist. Mehrere Becken mit grünen Inseln und umgeben von weißem Sand lassen unter Palmen und Dragos Südseestimmung aufkommen. Vom Architekten dieser Badelandschaft, Cesar Manrique, stammen auch die meisten der hier stehenden exotischen und teils bizarren Plastiken.

Ganz in der Nähe kann man auch die Ermita San Telmo entdecken, ein dem Schutzpatron der Seefahrer geweihtes Gebäude aus dem Jahre 1780, das mit seinen Wachtürmen und Holzpalisaden inmitten einer kleinen grünen Oase steht. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten stehen allerdings im alten Stadtzentrum. So auch die Plaza de la Iglesia, mit der Kirche „Nuestre Señora de la Pena de Africa“, die Kirche des Leid Afrikas aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert. Im Inneren sollte man sich die traubenberankten Holzaltäre mit ihrem goldenen Marmormuster einmal ansehen.

Am selben Platz kann man in einer abzweigenden Strasse das Franziskanerkloster entdecken, das heute als Veranstaltungszentrum dient, sowie ein altkanarisches Bürgerhaus des 18. Jahrhunderts. Folgt man der am Plaza de la Iglesia vorbeiführenden Calle de Quintana, findet man auch schon die nächste Kirche, die Iglesia San Francisco, die das älteste Bauwerk der Stadt ist, das bis heute erhalten blieb. Sie wurde gegen 1599 errichtet und gehörte dem angrenzenden Franziskanerkloster an, besonders sehenswert sind hier der Michaelaltar und die nachdenklich sitzende Jesusstatue aus Holz.


 



Von der Kirche aus gelangt man über dieselbe Strasse weiter bis zur Plaza del Charco, die der Mittelpunkt der Stadt und bei Einheimischen wie Touristen gleichermaßen beliebt ist. Nach mehreren Umbenennungen erhielt der Platz seinen alten Namen „Charco de los Camarones“ wieder, weil früher nach Hochwassern hier kleine Tümpel mit Camarones, kleinen Garnelen zurückblieben. Der Platz mit seinen kubanischen Lorbeerbäumen ist ideal zum ausruhen, einkaufen und essen gehen mit den vielen Restaurants.

Vom Platz aus gelangt man direkt zum alten Fischerhafen, in dem heute nur noch wenige kleine Boote vor Anker liegen. Dafür lohnt hier der Besuch des Casa de la Real Aduana, ein imposantes Gebäude einer wohlhabenden Patrizierfamilie, das der wohl älteste erhaltene profane Bau Puertos ist. Das Fischerviertel La Ramilla rundherum ist besonders beschaulich und überaus urig mit den engen Gassen und dicht gedrängten Häusern. Heute ist dies das Restaurantviertel der Stadt, das erst am Abend richtig aufzuleben beginnt und herrlich gemütlich-fröhliche Stimmung unter den Gästen verbreitet.

Zur Plaza Europa gelangt man schließlich über die rechts am Casa de la Real Aduana vorbeiführende Calle de las Lonjas. Der Platz war einst der Exerzierplatz der Festung Bateria Santa Barbera, auf dem man heute die Touristeninformation und das Rathaus der Stadt findet, oder zwischen den beiden erhaltenen Wachhäusern auf der Stadtmauer spazieren kann.

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