San Sebastian Spanien
19. März, 2007 von Moderator
Das etwas luxuriöse Urlaubsziel, geprägt vom Einfluss der französischen Königin María Christina
San Sebastián, im Baskischen auch Donostia genannt, trägt den klassischen Titel eines Seebads und liegt unweit der französischen Grenze im Osten der Costa Vasca.
Wohl unter anderem ob dieses Vorzugs erkor die französische Königin María Christina die Stadt im 19. Jahrhundert zu ihrer Sommerresidenz und noch heute spürt man etwas von diesem mondänen Luxus des königlichen Seebads, denn nach wie vor tummeln sich viele Schwerreiche hier in ihren protzigen Villen.
Doch auch normale Bürger Spaniens, die im heißen und trockenen Inland leben, entfliehen der Sommerhitze gern an die kühlen Strände in der Badebucht von San Sebastián, die wie eine Muschel geformt ist und daher den Namen La Concha trägt. In dieser wunderbaren Bucht liegt eine kleine vorgelagerte Insel mit einem Leuchtturm, die Isla de Santa Clara, die vielen Schwimmern als Tagesziel dient. Die Stadt selbst ist aber nicht nur unter den Reichen und Zentralspaniern bekannt: San Sebastián ist dank seinem internationalen Filmfestival und einem Jazzfestival weltberühmt.
Der Hauch von Luxus bleibt jedoch über der Stadt, und so ist ein Urlaub dort alles andere als günstig, dafür sicher nicht langweilig. Zwar gibt es kaum etwas an alten sehenswerten Gebäuden, da die meisten von den Franzosen bei deren Abzug 1813 in Brand gesteckt wurden, dafür ist das Nacht- und Szeneleben überaus ausgeprägt, insbesondere die Tapas-Bars reihen sich dicht an dicht und sind nach allgemeiner Meinung die besten ganz Spaniens.
Die Altstadt ist recht klein und übersichtlich im Schachbrettmuster angelegt. Hier verläuft auch die Haupteinkaufsstrasse, die Alameda del Boulevard und mittig in der Altstadt liegt die von Arkaden gesäumte Plaza de la Constitución. Nordöstlich dieses Platzes liegt die älteste erhaltene Kirche der Stadt, die 1507 erbaute San Vicente im gotischen Stil, an die das ehemalige Kloster San Telmo anschließt, in dem heute das Museo Municipal untergebracht ist. Dieses befasst sich vor allem mit der besonderen Geschichte und Herkunft der Bevölkerungsgruppe der Basken und ist definitiv einen Besuch wert.
Ansonsten sind noch die beiden Berge Monte Urgull und der Monte Igueldo Hauptattraktionen der Stadt, deren Bucht von diesen beiden zum Meer hin begrenzt wird. Der Monte Urgull mit seinen 135 Metern Höhe ist vor allem aufgrund der 12 Meter großen Christusstatue interessant, die an seiner Spitze inmitten eines alten Kastells thront. Aber auch der Paseo Nuevo, der um den Berg herum führt und eine gute Aussicht über die Stadt gewährt, ist beeindruckend. Auf diesen Berg gelangt man entweder über eine Stufentreppe, die bei der Basilika der Stadt beginnt, oder einen längeren Weg, der am Cementerio de los Ingleses vorbeiführt, dem Friedhof für in den Karlistenkriegen gefallene Engländer.
Die am Strand entlang führende Promenade Paseo de la Concha endet an der alten Sommerresidenz der Königin María Christina, dem Palacio de Miramar, an den der Strandabschnitt Playa de Ondarreta anschließt. An dessen Ende fährt eine Standseilbahn auf den 184 Meter hohen Monte Igueldo.Von dort aus hat man einen überwältigenden Blick auf Stadt, Meer und baskisches Bergland. Hier oben gibt es zudem einen kleinen Vergnügungspark, der jedoch nur bedingt und für Kinder einen Besuch lohnt.
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