San Fernando

Eine Sehenswürdigkeit von Formentera - neben San Francesc Xavier

    San Fernando:

Zwischen der formenterischen Hauptstadt und der kleinen Siedlung La Mola findet man das kleine Dorf Sant Fernando de Ses Roques - „Sant Fernando von den Steinen“, wie man es locker übersetzen kann.


Dieser Name, den man in Formentera nur selten komplett ausspricht, ist ein Verweis auf die Landschaft rund um das Dorf. Diese ist von Ackerland geprägt, aber nur dort, wo Landwirtschaft auch möglich ist – der weitaus größere Teil des Umlandes wird beherrscht von einer steinigen und trockenen Landschaft, der man dennoch ihren Reiz nicht absprechen kann.

Dieses kleine Dorf hat den weiteren Vorteil, dass es nicht direkt am Meer liegt – weshalb man in den verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten im Dorf sehr preiswerte Zimmer findet. Dennoch ist der nächste schöne Strand nicht weit entfernt – der dann noch dazu den Vorteil hat, dass er nicht so überlaufen ist, weil der normale Urlauber eher auf der Suche nach einem schönen Küstendorf ist, wenn er in Formentera unterkommen möchte.

Eher als „San Fernando de Ses Roques“ bezeichnet man auf der Insel das Dorf als San Ferran – ein Name, der noch an die Zeiten erinnert, als sich das Dorf durch die legendäre Kneipe Fonda Pepe einen weltweiten Namen unter Hippies gemacht hatte. Diese Kneipe existiert noch heute und ist ein wichtiger Anziehungspunkt für alternative Touristen aus aller Welt – auch wenn sie bei Weitem nicht überlaufen ist.

Interessant ist auch die Gitarrenbauschule Formentera Guitars, in der man in zwei- und dreiwöchigen Kursen die Möglichkeit erhält, seine eigene elektrische Gitarre zu bauen.

    San Francesc:

Die Hauptstadt von Formentera liegt an der Hauptstraße in rund drei Kilometern Entfernung vom Hafen La Savina. Was man sich allerdings gemeinhin unter dem Begriff „Hauptstadt“ vorstellt, wird hier nicht recht erfüllt: zwar findet man in San Francesc das Bürgermeisteramt und zahlreiche andere kleine Geschäfte, doch ist die Stadt insgesamt sehr klein und charmant. Dafür ist sie definitiv das Dienstleistungszentrum von Formentera – mit seinen Restaurants, Sparkassen, Banken und Reisebüros hat die Stadt alles zu bieten, was man auf Formentera in dieser Beziehung finden kann.

Für Besucher der Insel ist dieser Charakter als zentrales Zentrum der Dienstleistungen allerdings weitaus weniger wichtig als die schönen Sehenswürdigkeiten, die man hier in der Stadt findet. Die Festung von San Francesc zum Beispiel ist ein altes Bauwerk, das im 18. Jahrhundert entstanden ist, um Schutz vor den zu dieser Zeit wieder zunehmenden Piratenüberfällen zu bieten. Die Festung ist noch vergleichsweise gut erhalten und stellt ein gutes Monument der militärischen Baukunst dieser Zeit dar – mit ihren trutzigen Mauern musste sie dem Kanonenfeuer der Kriegsschiffe standhalten können.

Über der Stadt thront auch die alte Pfarrkirche, die etwas älter ist als die Festung. Sie ist – wie der Rest der Stadt ebenfalls – von einem gewissen typischen spanischen Charakter, stellt aber gerade durch die balearischen Einflüsse ein besonderes Bauwerk dar.
Ebenfalls für Besucher interessant ist der kleine Kunstmarkt der Stadt, wo Schmuck und Wolle aus Formentera angeboten werden, die sich als Souvenir bei Besuchern großer Beliebtheit erfreuen, ebenso wie Kleidung, mit der man seine Urlaubsgarderobe aufstocken oder die man mit nach Hause nehmen kann. Diese Märkte liegen entweder direkt an oder in Reichweite der Hauptstraße, weshalb sie nicht schwer zu finden sind.

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1 Kommentar zu “San Fernando”

  1. am 20. Apr 2007 um 17:00pinzon

    Eine Sehenswürdigkeit sollte stets als etwas Besonderes dargestellt werden. Das die Wohnstätte nicht direkt am Meer liegt, sollte nicht unbedingt als Vorteil präsentiert werden, da ein Großteil von Kosumenten genau das präferieren. “DENNOCH ist der nächste Strand..”, “nicht SO überlaufen” verweist auf etwas Gutzumachendes, Ausgleichendes, was vom Rezipienten negativ konotiert werden könnte. Ich könnte davon ausgehen, dass die Landschaft und Geschichte des Ortes wohl ein spanndenen Eindruck auf mich hinterlassen würde, dennoch muss ich zum Entschluss kommen, dass gerade Ihre Beschreibung nicht meinen Vorstellungen entsprechen.
    Mit freundlichem Gruß
    Sr.Pinzón

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