Salamanca University

Die älteste Universität Spaniens und eine der ältesten Europas

Im prachtvollen Zentrum der Stadt liegt die Plaza Mayor, die von durchgehend dreistöckigen Gebäuden gesäumt ist, in deren Erdgeschoss Arkaden zum Einkaufen und genießen in Geschäften und Cafés locken.


Sie wurde 1729 im Auftrag Phillips V. durch Alberto de Churriguera angelegt, nach dem auch der spätbarocke, mit Figuren und Ornamenten geradezu überladene Prunkstil des Churriguerismus benannt ist, der noch etwas überladener als der Rokoko wirkt.

In eben diesem Stil sind auch die Gebäude rund um den Platz gestaltet, der in seiner Geschlossenheit als einer der schönsten Plätze Spaniens gilt und früher oftmals als städtischer „Festsaal“ genutzt wurde, auf dem auch Stierkämpfe abgehalten wurden.

Von hier aus gelangt man über die Rúa Mayor in Richtung Universität, vorbei am Casa de las Conchas, dem Haus der Muscheln. Wer die Fassade betrachtet weiß auch, weshalb das Haus so genannt wird, der ehemalige Stadtpalais eines Santiagoritters ist an der ganzen Hauswand mit Jakobsmuscheln aus Stein verziert. Dem Haus gegenüber steht eine Jesuitenkirche, die La Cleríca mit ihrer zweitürmigen Front, an die die Universidad Pontífica, die Universität für Theologie, Philosophie und kanonisches Recht anschließt.

Auf der Calle Libreros geht man nun nur noch wenige Meter zur berühmten Universität Salamancas, in der schon Cervantes studierte und man das kopernikanische Weltbild anerkannte, als dies noch in den meisten Ländern als Ketzerei galt. Während die ersten Studenten ab 1215 noch in sehr einfachen Räumen untergebracht waren, begann man mit zunehmendem Studentenwachstum 1415 das heutige Universitätsgebäude zu errichten, das 1433 bereits fast fertig da stand und genutzt werden konnte. Lediglich die prachtvolle Hauptfassade mit ihrem spätgotischen Figuren- und Ornamentschmuck wurde erst 1534 angefügt.

Das Universitätsgebäude umschließt einen herrlichen zweistöckigen Innenhof, von dem aus man ins Gebäude und in frei zugängliche Universitätsteile gelangt, die besondere Sehenswürdigkeiten beherbergen. So die Paraninfo, die Aula Magna der Universität mit ihrem wertvollen Wandteppich oder die Capilla San Jerónimo, die einst die Bibliothek war, mit den alten Deckenfresken.

Die ins Obergeschoss führende Treppe sollte man auf jeden Fall gesehen haben mit ihren diversen Schnitzereien, die Turnier- und Jagdszenen, aber auch Szenen der Maurenvertreibung darstellen. Über diese Treppe erreicht zudem die 1254 gegründete Bibliothek, deren zuerst gotisches Inneres gegen Mitte des 18. Jahrhunderts umgestaltet wurde, sowohl in architektonischen Dingen als auch in der Ausstattung. So stammen aus dieser Zeit wohl auch die Bücherregale, die heute circa 40.000 Bücher und 3.500 Manuskripte enthalten.

Der Platz vor der Uni, der Patio de las Escuelas, ist umringt von weiteren spätgotischen Bauwerken, die ihm eine einheitliches und interessantes Aussehen verleihen, wie die churrigueresken Bauten der Plaza Mayor. Hier findet man zum Beispiel die ehemalige Studentenhospiz von 1533, die heute das Rektorat ist oder die Escuelas Menores, in deren Sala Calderón de la Barca die alte Ausstattung der Universitätsbibliothek gebracht wurde, zu der auch das Fresko „Cielo de Salamanca“ zählt, das den Stand der Astronomie im ausgehenden 15. Jahrhundert widerspiegelt. So erkennt man einige Sternbilder und Tierkreiszeichen, doch sind bedauerlicherweise nicht alle Teile erhalten geblieben.

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1 Kommentar zu “Salamanca University”

  1. am 16. Jan 2007 um 13:44Lily L.

    Also wenn ich in so einer schönen Stadt leben würde, könnte ich gar nicht studieren. Die Verlockung wäre viel zu groß, dass man da andere Sachen lieber tut. Vielleicht für ein paar Monate, aber dann…

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