Starker Euro lässt Urlauber um 40 Prozent günstiger in die USA reisen

“Der starke Euro macht das Reisen nach Übersee 2007 deutlich günstiger. Dennoch reduziert die im Vergleich zu Österreich höhere Inflation den Wert des UrlaubsEuros in einigen europäischen Urlaubszielen, wie etwa Spanien, Italien oder Griechenland”, unterstreicht Stefan Bruckbauer, Volkswirt der BA-CA, im Gespräch mit pressetext. Obwohl der Euro in diesem Jahr im Ausland ähnlich viel wert ist wie im vergangenen Jahr, zeigen Berechnungen, dass trotzdem einige Preisveränderungen stattfanden. Zu diesem Ergebnis kamen die Analysten der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) in ihrer Studie.

Besonders auffällig ist es, dass der UrlaubsEuro in Japan sowie in den USA eine Aufwertung erfahren hat. Der Wert des UrlaubsEuros stieg in den USA gegenüber 2006 um elf Prozent. Den mit Abstand größten Zugewinn beim Wert erreichte Japan mit zwölf Prozent, dennoch ist der UrlaubsEuro mit 98 nach wie vor weniger wert als in Österreich. “Der Trend bestätigt sich insofern, als dass sich in den beiden beliebten südlichen Urlaubsländern Spanien und Griechenland der Wertverlust des UrlaubsEuros auch dieses Jahr fortsetzt”, meint Bruckbauer. Schuld daran seien neben der Inflation auch die hohen Einkommen. Zugleich geht der Analyst davon aus, dass diese Länder bei einem erhöhten Euro bald Einschnitte in ihrer Wettbewerbsfähigkeit beklagen werden, sofern sie nicht die Produktivität erhöhen.



 


Mit Blick auf die Europäische Union hat der UrlaubsEuro vor allem in Ungarn verloren. Obwohl der UrlaubsEuro in Ungarn, nach der Türkei als beliebtestes Reiseziel der Österreicher, mit einem Messwert von 147 weiterhin am meisten wert ist, musste dieser aufgrund der hohen Inflation trotz leichter Aufwertung seit März 2006 Einbußen um fast zehn Prozent hinnehmen. Der UrlaubsEuro in der Türkei mit einem Wert von derzeit 164 ist dagegen stabil geblieben, was im Vergleich zum Vorjahr einen Zuwachs von acht Prozent ausmacht. “Erneut war die Abwertung in der Türkei stärker als die Inflation, so dass der Wert des UrlaubsEuros zunahm”, so der Experte. Platz drei der Eurowertigkeit in den wichtigsten Urlaubsländern der Österreicher führt Kroatien mit dem Wert 139 an, wobei sich dieser Messwert gegenüber 2006 durch die gleiche Inflationsrate wie in Österreich nicht grundlegend änderte. Nach Kroatien folgen Tschechien und Slowenien, wo der Euro einwenig Boden verlor.

Wer heute nach Japan oder die USA reist, der tut dies um 50 bzw. 40 Prozent günstiger als noch vor fünf Jahren. Weniger merklich fällt der Wertverlust in Italien (minus 16 Prozent), in Spanien (minus zwölf Prozent) und in Griechenland (minus zehn Prozent) aus. Bruckbauer schätzt, dass aufgrund der Überbewertung des Euros gegenüber dem Dollar, letzterer auch weiterhin relativ schwach bleiben wird. Auch für den Yen sieht der Experte eine Schwankungsbreite von maximal fünf Prozent, betont jedoch, dass dieser aufgrund des anhaltenden Zinsniveaus prinzipiell eher schwach bleiben wird.

Reisen nach Übersee sind im Vergleich zu Reisen nach Europa lange nicht mehr so teuer und werden es wohl auch noch einige Jahre bleiben. (Quelle: pte. 20.03.2007)

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1 Kommentar zu “Preise Spanien :: Reisen mit Euro”

  1. am 17. Jun 2008 um 15:09lastminutejoy .de

    Ok, das Einkaufen in den USA ist für uns billiger, aber
    wir verbringen die meiste Zeit hier in Deutschland und
    hier haben wir große Kaufkraftverluste seit dem Abschaffen
    der D-Mark erfahren. Niemand wollte den Euro, aber er ist
    trotzdem hier.
    Wie wird nochmal Demokratie definiert?

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