Nationalpark Spanien

Picos de Europa - größter Nationalpark Spaniens

Mit seinen 64.660 Hektar Größe ist der 1995 eingetragene Nationalpark Picos de Europa, der Teile der Provinzen Asturien, León und Kantabrien umfasst, der größte Nationalpark Spaniens und Europas.


Er ist eine Erweiterung des ersten Nationalparks Spaniens Covadonga, der seit 1918 in diesem Gebiet in kleinerer Ausführung bestand.

Der frei zugängliche Nationalpark ist das ganze Jahr über geöffnet, genau wie die Besucherzentren in Cangas de Onís, Buferrera / Lagos de Covadonga und Posada de Valdeón. Allgemein ist das wilde Bergmassiv mit den steil aufragenden Gipfeln und tiefen durch Flüsse eingeschnittenen Tälern beliebt für Bergwanderungen und alpines Bergsteigen, jedoch sollte man für schwierigere Touren auf jeden Fall einen Bergführer mitnehmen. Gute Ausrüstung und warme, wetterfeste Kleidung haben ohnehin oberste Priorität, denn hier kann es in Höhen bis knapp 2 600 Meter nicht nur kalt, sondern auch regnerisch beziehungsweise schneereich werden.

Die Schutzhütten der Gemeinden und Bergsteigerverbände stehen jedermann offen, sind jedoch im Sommer oft voll belegt, weshalb man sich zuvor bei den örtlichen Tourismusbehörden oder den drei Besucherzentren über die Belegung informieren sollte. Hier bekommt man zudem Auskunft über geführte Touren und Karten mit dem Wanderwegenetz im Nationalpark. Glücklicherweise sind hier die meisten Routen sehr gut ausgeschildert, jedoch sollte man nicht versuchen irgendwelche nicht ausgezeichneten, vermeintlichen Abkürzungen auszuprobieren, das kann mit der vollkommenen Verirrung in der unübersichtlichen Gebirgswelt enden.

Gut geeignet als Ausgangspunkt für Wanderungen oder auch eine Rundfahrt auf den schmalen und kurvigen, aber geteerten Straßen auf den Bergen, ist die Ortschaft Cangas de Onís. Hier in der Nähe findet man eines der wichtigsten spanischen Heiligtümer, Covadonga, wo die Wiege Spaniens liegt. Nach der Zerstörung des Westgotenreichs durch die einfallenden Mauren zogen sich einige westgotische Krieger und ihr Führer Pelayo hierher in die schlecht zugänglichen Berge zurück, wo sie 722 die sie verfolgenden maurischen Krieger schlagen konnten.

Diesen Sieg schrieben sie dem Beistand der Jungfrau Maria zu, der zu Ehren sie oben in einer Felsspalte über einem Wasserfall einen Altar errichteten. Dort steht heute die Kapelle Santa Cueva, mit dem Altar und dem Grab Pelayos im Inneren. Nach diesem kleinen Sieg bildete sich das Königreich von Asturien, das mit Cangas de Onís als Hauptstadt Widerstand gegen die Muslime leistete und die Reconquista begann.

Besonders lohnend sind Wanderungen zu den Gebirgsseen und Flüssen, die in einem klaren Blau inmitten der sanftgrünen Landschaft erstrahlen und überaus reich an Fischen sind. Am Lago de la Ercina findet alljährlich am 25. Juli ein farbenfrohes Fest statt und der Lago Enol wird gerne zum Angeln genutzt. Da an beide Seen von Cangas de Onís aus Busse verkehren, sind Wanderungen hierher vor allem für weniger geübte Bergwanderer geeignet, die den Hin- oder Rückweg einfach mit dem Bus erledigen können.

Interessant zu sehen ist auch das kleine Städtchen Potes und seine Umgebung, die Liébana, die überaus windgeschützt liegt, weshalb hier auch Wein, Kirschen und Nüsse angebaut werden können, im Gegensatz zu dem sonst eher wilden Tal des Río Deva mit seiner tiefen Schlucht. Berühmt sind der Schinken und der Cabrales genannte Käse dieser Gegend, sie sollte man unbedingt probieren, genau wie den örtlichen Wein. Doch vor allem sollte man in Potes nicht versäumen 25 Kilometer weiter westlich mit einer Seilbahn zum 800 Meter höher gelegenen Fuente Dé und dem Aussichtspunkt Mirador del Cable zu fahren. Von hier hat man einen unglaublichen Blick über die Gebirgswelt und außerdem hat man einen guten Ausgangspunkt für eine 1 ½ stündige Wanderung gen Osten nach Áliva sowie Hochtouren auf den Berggipfeln.

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1 Kommentar zu “Nationalpark Spanien”

  1. am 30. Jan 2008 um 10:26Tecla

    Jetzt habe ich schon große Lust, in dem Nationalpark Spaniens zu wandeln.Ist das kostenlos?

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