Mallorca Sehenswürdigkeiten
7. August, 2009 von Moderator
Das Geheimnis der Drachenhöhlen
In der Nähe des Ortes Porto Christo liegen die berühmten „ Drachenhöhlen “, die Coves del Drac. Diese Höhlen sind Teil von vielen mallorquinischen Legenden, die wohl vor allem im Mittelalter und in der frühen Neuzeit dazu geführt haben, dass man den Weg in die Höhlen scheute - obwohl die Tropfsteinhöhlen schon viele Jahre bekannt waren, wurden sie erst 1896 von dem Franzosen Eduard Alfred Martel erforscht.
Die Sagen, die man zuvor über diese Höhlen erzählte, sind sehr vielfältig – so machte früher die Sage die Runde, dass ein Drache einen in der Höhle verborgenen Schatz bewachte. Obwohl schon vor 1836 niemand diese Legenden mehr so unbedingt ernst nahm, umgab die Coves del Drac doch der Hauch eines mystischen Ortes, der sie nicht zuletzt wegen ihres großen Höhlensystems zu einem unbeliebten und praktisch nicht besuchten Ort machte.
Nach den Forschungen von Martel weiss man heute, dass die Drachenhöhle aus einem etwa zwei Kilometer langen Gängesystem besteht, dass sich relativ tief unter die Erde erstreckt.
Die besondere Atmosphäre der Coves del Drac wird mit einer romantischen Beleuchtung verstärkt, die man nach der Erforschung der Höhlen installiert hat, um diese für Besucher leichter zugänglich zu machen.
Nach einer Wanderung durch die Gänge der Höhle kommt man zum größten unterirdischen See von Mallorca, dem Lago Martel. Der See, der eine Länge von rund 180 Metern hat und dabei rund 40 Meter breit ist, wurde im 19. Jahrhundert natürlich nach dem Höhlenforscher Martel benannt.
Ab und an finden in der Höhle klassische Konzerte statt, was in Verbindung mit den aufwendigen Lichteffekten der Höhle ein einprägsames Erlebnis ist. Nicht umsonst erfreuen sich diese Konzerte bei Besuchern immer einer großen Beliebtheit – es ist durchaus lohnend, bei einem Besuch auf der Insel eines dieser Konzerte zu besuchen, selbst wenn man nicht unbedingt ein großer Freund klassischer Musik ist.
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