Mallorca Natur
6. Mai, 2007 von Moderator
Die Pflanzenwelt Mallorcas ist in starkem Maße regional geprägt
Je nachdem, in welcher Landschaftszone man sich auf der Insel befindet, findet man viele verschiedene und teilweise stark variierende Arten vor – die Vegetation an der Küste unterscheidet sich grundlegend von der im Inland, ebenso wie auch das Gebirge seine ganz eigenen Arten mit sich bringt.
In Küstennähe findet man vor allem die sogenannten Strand- oder Aleppokiefern, die oft als Pinien bezeichnet werden. Diese Bezeichnung, so verbreitet sie auch sein mag, trifft aber in Wirklichkeit nicht zu, da es sich – wie der Name schon sagt – bei diesen Bäumen in der Tat um Kiefern handelt.
Die echten Schirmpinien, an denen die schmackhaften Pinienkerne wachsen, sind dagegen auf der Insel seltener, als man meinen sollte. Schirmpinien wachsen nur in wenigen Regionen der Insel, und dort, wo sie es tun, prägen sie das Landschaftsbild, aber oft auch die regionale Küche eines Gebiets.
Die zahlreicheren Kiefernwälder sind allerdings nicht durch eine Monokultur, sondern für eine nach zentraleuropäischem Vorbild beinahe erstaunliche Vegetationsvielfalt geprägt:
Das Unterholz dieser Wälder besteht aus Baumheide, die im Herbst und Winter rötlich blüht und oft mehr als zwei Meter hoch wird, und aus Mastixsträuchern mit zunächst roten, später schwarzen Beeren.
Diese Sträucher drücken auf interessante Weisen den besonderen Charakter eines Kiefernwalds auf Mallorca aus, der sich grundlegend von dem unterscheidet, was man sich in unseren Breitengraden unter einem solchen Wald vorstellt.
Auch Rosmarin, ein niedriger Strauch mit hellblauen oder weißen Blüten, ist hier recht häufig zu finden und fügt sich in das typische Waldbild ein. Rosmarinzweige haben Nadeln, die an Tannennadeln erinnern; wenn man diese Nadeln zwischen den Fingern zerreibt, duften sie aromatisch. In Deutschland kennen wir Rosmarin besonders aus der Küche – man kann es nämlich als aromatisches und interessantes Gewürz verwenden.
Typisch für die Vegetation der Kiefernwälder ist auch das Unterholz. Hier kommen auch gelbblühender Ruten-Wundklee, stachelige Wacholderbüsche und - an einigen Stellen - Erdbeerbäume vor.
Allerdings sollte man sich unter diesen Gewächsen nicht unbedingt die Art von Pflanze vorstellen, die die Früchte trägt, die man bei uns im Supermarkt kaufen kann – sie tragen im Herbst neben Dolden weißer Blüten rote, runde und genoppte Früchte, die einen Durchmesser von rund zwei Zentimetern aufweisen.
An Erdbeeren erinnert bei diesen Früchten allerdings nur das Aussehen, während sie einen meist sehr enttäuschenden Geschmack aufweisen - halbwegs genießbar sind nur frische, vollrote Früchte. Da es sich bei diesen Bäumen allerdings um freie Vegetation handelt, darf man diese wilden Erdbeeren gerne probieren, sollte allerdings keine zu großen Erwartungen mit sich bringen.
Kommentar schreiben
Erbschaftssteuer Spanien
Verfasst in Info am 18. Januar 2007
Erben ist nicht gleich Erben, besonders nicht in Spanien Die Besteuerung des Erbes unterscheidet sich in Spanien grundlegend von der in Deutschland. Die Freibeträge für die Erben fallen deutlich niedriger aus. Außerdem sollte bedacht werden, dass schon bei einem Aufenthalt des Erbwerber in Spanien von mehr als 183 Tagen sein gesamtes Vermögen, sowohl das in Spanien als auch das in Deutschland, unter die Erbschaft- und Schenkungssteuer [...]Caceres Spanien
Verfasst in Regionen , Städte am 6. April 2007
Ein weiteres Stück Weltkulturerbe - Cáceres Nicht weit von der portugiesischen Grenze entfernt liegt die zum Weltkulturerbe erklärte Stadt Cáceres, deren Altstadt mit ihren mittelalterlichen maurischen und christlichen Bauten der Renaissance Zeugnis von der Besiedlungsgeschichte dieses Landesteils abliefert. Ursprünglich hatte die Stadt sogar schon früher Bestand, sie war wohl eine iberische Besiedlung, bevor im 1. Jahrhundert nach C [...]


