Mallorca Kultur
5. Januar, 2007 von Moderator
Mallorcas Kultur besteht auch heute noch aus unterschiedlcihen Einflüssen
Die Kultur der Bewohner von Mallorca ist in weiten Teilen relativ stark geprägt von den spanischen Einflüssen, denen die Bewohner im Laufe der Jahrhunderte ausgesetzt waren.
Doch bringt die Insel natürlich auch einen eigenen kulturellen Hintergrund mit sich, der einen durchaus wichtigen Einfluss hat auf die Art, wie die Mallorquiner heute ihre Kultur leben.
Die historische Entwicklung, die die Insel im Laufe der Jahrhunderte hinter sich gebracht hat, hat in diesem Zusammenhang natürlich einen sehr entscheidenden Einfluss auf das, was man heute als „mallorquinische Kultur“ bezeichnen kann.
Nicht zuletzt ist diese Tatsache einfach darin begründet, dass die Zahl der Fremdeinflüsse, der die Insel in der Vergangenheit ausgesetzt war, derartig groß ist, dass man ohne Betrachtung dieser historischen Entwicklung kaum von der eigenen Kultur Mallorcas sprechen kann.
Was aber ist von diesen Einflüssen bis heute erhalten, und welchen Teilen kann man noch wirklich Bedeutung zuschreiben? Nur weil ein Land vor zwei Jahrtausenden beispielsweise Teil des römischen Imperiums war, bedeutet dies nicht, dass die kulturellen Errungenschaften dieser antiken Hochkultur noch großen Einfluss auf das heutige Leben, das heutige Selbstverständnis in einem Land hat.
Unbenommen von dieser Aussage ist die Tatsache, dass natürlich gerade die römische und die hellenische Kultur natürlich für viele Länder des Abendlandes einen sehr entscheidenden Einfluss hatten – den man heute aber wahrscheinlich nur noch im Kontrast zu Kulturen wahrnehmen kann, für die ein solcher Einfluss nicht festzumachen ist.
So verhält es sich auch auf Mallorca – es mag den Menschen heute gleich sein, dass die Besetzung durch die Römer beinahe fünf Jahrhunderte andauerte und dass sie beispielsweise religiös die ersten Schritte markiert hat, um das noch heute in Mallorca aktuelle Christentum zu festigen – von der Hand zu weisen ist es nicht, dass diese Einflüsse eine nicht unbeachtliche Bedeutung für die heutige Kultur Mallorcas haben.
Man geht davon aus, dass die vergleichsweise starke abendländische Prägung Mallorcas sich trotz der langen Besetzung durch die Mauren beinahe ein Jahrtausend später vor allem deshalb so ausgeprägt erhalten hat, weil die Mallorquiner sich zu diesem Zeitpunkt bereits in gewissem Maße dem Kulturkreis des westeuropäischen Festlands zugehörig fühlen – eine Verbindung, die natürlich auf dieser Verbindung zum römischen Imperium beruhen mag.
Somit lässt sich leicht ein erstes kulturelles Merkmal Mallorcas festmachen – die Bewohner der Insel sind noch heute recht gläubige Christen, und auch wenn ihnen der dogmatische Glaube spanischer Prägung ferner sein mag als den Menschen auf dem Festland, sind sie dennoch religiöser als die Menschen in anderen Ländern mit so vielfältigen kulturellen Einflüssen.
Größtenteils vergessen ist allerdings der Glaube der Mallorquiner, der die Insel vor dem Aufkommen des Christentums prägte. In manchen Regionalmuseen findet man einige Informationen über den Glauben in der Frühzeit der Insel, und man wird auch da und dort auf einige wenige Kulturdenkmäler aus der Zeit dies Polytheismus treffen – erhaltene Feste und Bräuche aus dieser Zeit gibt es allerdings (wahrscheinlich durch die Zahl der kulturellen Einflüsse) kaum noch.
Während in Deutschland beispielsweise einige christliche Bräuche durchaus auf heidnische Traditionen aus der Zeit der Germanen zurückgehen, so ist der christliche Glaube Mallorcas hiervon weitgehend unberührt – eine Verbindung zwischen diesen beiden religiösen Traditionen hat hier nie besonders stark stattgefunden.
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