León

Die Hauptattraktionen der Stadt nebst der Kathedrale

Nebst der alles dominierenden Kathedrale gibt es noch einiges mehr zu sehen in der einstigen Königsstadt, zum Beispiel die nördlich der Kathedrale bis zum Colegiata de San Isidro verlaufende alte Stadtmauer, die noch aus dem 3. Jahrhundert stammt.


Zu dieser Grabstätte des heiligen Isidor von Sevilla aus dem 10. Jahrhundert gelangt man entweder entlang dieser Stadtmauer auf der Avenida de los Cubos, durch die mächtige Puerta del Castillo hindurch auf die Calle de Serranos, gleich die zweite Strasse nach rechts, auf die Plaza de San Isidro.

Oder aber mit einem Umweg über die restlichen Sehenswürdigkeiten der Altstadt, wie etwa in Richtung Süden vom Platz vor der Kathedrale aus, zur Plaza Mayor, an der das alte Rathaus aus dem Jahre 1677 thront. Der Platz und die umliegenden Gassen haben einen ganz besonderen Flair und versprühen eine unglaubliche Lebendigkeit, die auch in der Nacht nicht abflaut, dank der vielen Bars. Geht man von der Kathedrale aus jedoch nach Westen, gelangt man zur Plaza San Marcelo, die nicht nur Verkehrsmittelpunkt der Stadt ist, sondern auch einige bedeutende Bauwerke der Stadt um sich schart.

So etwa die Kirche San Marcelo aus dem 16. bis 17. Jahrhundert, ihr gegenüber das neue Rathaus aus der Zeit der Renaissance, im Norden das Casa de Botines, das vom berühmten spanischen Architekten Antonio Gaudí 1894 im neogotischen Stil gestaltet wurde sowie den Palacio de los Guzmanes von 1560, der mit seiner Rundbogenfassade und den Ecktürmchen an einen italienischen Palast erinnert.

Hinter diesem Palacio führt die Calle del Cid in wenigen Gehminuten zum Colegiata de San Isidro, das 1149 fertig gestellt wurde und seit 1063 als Ruhestätte für den heiligen Isidor dient, dessen Gebeine damals aus dem von Mauren besetzten Sevilla hierher überführt wurden. Besonders schön gearbeitet sind hier die romanischen Eingangsportale an der Südseite, die zur Plaza zeigen, mit unzähligen Figuren und Reliefs. Im Inneren sollte man stets auf die Decke achten, hier verbergen sich herrliche Fresken im düsteren Schein des Innenraums. Die Schatzkammer, Tesoro, mit dem Reliquienschrein des Sisodors aus dem 11. Jahrhundert, einem Achatkelch, einem wertvollen Prozessionskreuz und emailverzierten Kästchen, ist hier unbedingtes Besuchermuss.

Das Glanzstück ist jedoch natürlich das Panteón, in dem nicht nur die Gebeine des Heiligen, sondern auch die einiger Könige und Adligen ruhen und das neben etlichen verzierten Säulen durch die einzigartigen Deckenfresken aus der Romanik beeindruckt, die ihm den Namen „Sixtinische Kapelle der Romanik“ einbrachten.

Etwas weiter ab von der Altstadt liegt am nordwestlichen Rande Leóns am Río Bernesga das ehemalige Kloster Monasterio de San Marcos aus dem 15. bis 16. Jahrhundert. Die unzähligen Figuren, Reliefs und Fresken der Spätgotik sind so reich verziert wie man es sonst kaum irgendwo sehen kann, da das Kloster von den katholischen Königen dem Orden der Santiagoritter gestiftet wurde, zum Dank dafür, dass diese die Pilger nach Santiago de Compostela schützten. Insbesondere die Kirche aus dem 16. jahrhundert sollte man sich hier nicht entgehen lassen, neben einem fein gearbeiteten Chorgestühl und etlichen Skulpturen findet man so wertvolle Dinge, wie eine geschnitzte Christusfigur aus Elfenbein, die noch aus dem 11. Jahrhundert stammt und einen wertvollen Altar.

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