Kultur Geschichte
7. September, 2009 von Moderator
Römische Fremdherrschaft
Nach den Phöniziern kamen die Römer. Diese legendäre antike Weltmacht bestritt ihre Herrschaft zum Teil auch über See. Die Flüsse und Meere waren extrem wichtige Verkehrswege zu dieser Zeit, und es war klar, dass ein großes Reich wie das römische nicht ohne eine gewisse Kontrolle über die Seewege überwacht werden konnte.
Daher dauerte es nicht lange, bis die römische Herrschaft, die vor allem durch die starken Truppen auf dem Land gesichert wurde, auch die Balearen erreichte. Bald hatten sich die Bewohner der Inseln dieser neuen Lage angepasst, und sie genossen recht schnell gewisse Vorrechte als wichtiger Handelsstützpunkt im Mittelmeer.
Es zeigte sich, dass die Menschen der Balearen diese Vorteile sehr gut für sich zu nutzen wussten. Sie hatten sich zu talentierten und erfahrenen Seefahrern entwickelt, die durch die Technik der Phönizier auch leicht lange Fahrten über das offene Meer überstanden, und so kam es zu einem ersten Aufschwung für die Handelsfahrer von den Balearen.
Bald hatten sich die Seeleute der Insel einen weitreichenden Ruf erkämpft, und sie wahren gern gesehene Mitglieder jeder Mannschaft, die über das Mittelmeer kreuzte.
Doch nicht alle Bewohner der Balearen waren an einer so friedlichen Kooperation mit der Weltmacht Rom interessiert. Je deutlicher die römische Kontrolle über die Balearen wurde, um so mehr entwickelte sich auch eine „ Unterwelt “, in der die Ausgestoßenen und die Rebellen Unterschlupf finden konnten. Bald zeigte sich, dass die Balearen sich nicht nur als Handelsstützpunkte eigneten, sondern auch als Basis für Seeräuber, unter die sich mehr und mehr auch Seeleute von den Balearen mischten.
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