In Sight Santa Cruz

Santa Cruz für Entdecker

Biegt man auf der Calle Castillo nicht nach rechts ab, sondern durchläuft sie bis zum oberen Ende, so gelangt man zur Plaza Weyler, dem Hauptmilitärsitz.


Der Platz wurde im 19. Jahrhundert im Rahmen der klassizistischen Stadterneuerung angelegt, als Santa Cruz zur Hauptstadt wurde, und ist Sitz der Militärverwaltung „Gobiernio Militár“, des Hauptquartiers „Capitania Generál“ und der Artillerie „Parque de Atilleria“. Hier lebte und arbeitete bereits General Franco, bevor er in den Bürgerkrieg nach Spanien zog. Mit dem Marmorbrunnen in der Mitte und der schön angelegten Bepflanzung bietet der Platz mit seinem Café heute ein eher friedliches Bild.

Verlässt man die Plaza Weyler über die breite Strasse „Avenida del 25 de Julio“ erreicht man den gleichnamigen Platz, der aber wegen seines Springbrunnens mit einer Ente in der Mitte von den Einheimischen meist „Plaza Patos“, d.h. „Entenplatz“ genannt wird. Selbiger vermittelt ein recht andalusisches Flair, mit den bunten und reich verzierten Kachelbänken, dem rötlich-weiß gekachelten Boden und dem ebenfalls aus Sevilla-Kacheln bestehenden Brunnen. Rundherum findet man viele wunderbar gepflegte alte Stadtpalais, von denen vor allem die Residenz des kanarischen Regierungspräsidenten hervorsticht.

Wer noch genügend Kraft besitzt kann von der Plaza Patos aus einen kleinen Abstecher ins Villenviertel der Stadt machen, das sich zwischen der Plaza del Toros und dem Hotel Mencey erstreckt. In den Strassen Calle de Robayna und Calle Jesus y Maria findet man adrette Stadtvillen im Bauhausstil, die in herrlich Blütenreichen und gut begrünten Gärten stehen. Wer an den Plaza del Toros kommt, wird allerdings keine Stierkämpfe erleben, da diese auf den Kanaren verboten wurden. Die Arena wird heutzutage nur noch zu Konzerten, Benefizabenden und anderen Festen genutzt.

Auf diesem Weg gelangt man auch in Richtung der „Rambla del General Franco“. Diese Prachtallee ist gesäumt von Lorbeerbäumen und Skulpturen, die im Rahmen eines Bildhauerwettbewerbs Anfang der 1970er Jahre hier ihren Platz fanden. Unter anderem findet man hier die Bronzeskulptur „Der Krieger von Goslar“ und die als Fotomotiv beliebte „Rote Lady Teneriffa“. Am Ende steht das Hotel Mencey, das sozusagen das einheimische Ritz Hotel Teneriffas ist. Das Nobelhotel bietet allen Komfort, und besitzt ein eigenes Kasino nebenan, in dem man sich die Zeit vertreiben kann.

Wer diesen Abstecher außen vor lässt, begibt sich von der Plaza Pato zum Parque Municipal García Sanabría, der einem botanischen Garten gleicht. Erholung findet man im grünen Herzen der Stadt allemal, doch auch die Kultur kommt nicht zu kurz bei den zahllosen Skulpturen, die im Schatten von Bäumen ihr Zuhause gefunden haben. Wer sich eine Stärkung gönnen will, kann dies im beschaulichen Gartencafé tun, dem ein Spielplatz und Minigolfplatz angehören.

Das Militärmuseum liegt ziemlich weit am Stadtrand, an der Küstenfront, und lohnt nur für wirklich Militärinteressierte einen Abstecher, denn zwei Stockwerke voll Waffen, Fahnen und Uniformen der letzten Jahrhunderte reizen nun wirklich nicht jeden. Besonderes Prunkstück ist natürlich „El Tigre“, die Kanone, die Admiral Nelson seinen Arm kostete.

Von der Autopista del Sur aus gut zu erreichen ist der Parque Marítimo, eine modern gestaltete Badelandschaft, das altes und neues gekonnt zu einem ganzen verschmelzen lässt. Denn zum Park an der Küstenfront gehören nicht nur das Schwimmbad, sondern auch ein rundes Pulverhaus aus dem Jahre 1641 und ein altes Lazarett von 1765. Interessant ist auch das Palmétum, ein grüner Hügel, auf dem ein Großteil der 1000 Palmenarten der Welt einst soll.

Wer auf der Schnellstrasse durchs Gewerbegebiet in Richtung San Andrés fährt gelangt auch zum Playa Las Teresitas, dem Hausstrand von Santa Cruz. Einst war er lediglich eine Bucht voll schwarzem Lavasand, doch dann wurden 1973 zig Tonnen Saharasand aufgeschüttet, Kioske und Chemietoiletten hergebracht und schon war der perfekte Vorzeigestrand Teneriffas geschaffen.

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