Iglesia de la Concepción
8. Januar, 2008 von Moderator
Das Wahrzeichen von la Laguna
Am Ende der Calle Obispo gelangt man zum dreieckigen Plaza de la Concepción, auf dem es nicht nur Möglichkeiten zum Entspannen gibt, sondern an dem auch das Wahrzeichen La Lagunas steht, die Iglesia de la Concepción und ihr fast freistehender Turm.
Die Kirche ist die älteste in La Laguna und wurde bereits 1496 fertig gestellt. In ihrem Keramikbecken aus Sevilla wurden schon die ersten Guanchen getauft nach der Eroberung Teneriffas.
Da die Kirche im Laufe der Jahrhunderte immer wieder baulich Verändert wurde findet man von Renaissance über Gotik bis Barock so ziemlich alles an Stilen vermischt. Was unverändert blieb ist der Glockenturm, denn dieses markante Gebäudestück wurde erst 1697 gebaut und aus besonders hartem Basaltgestein zusammengesetzt. Diese piedras molinas, wie die Steine heißen, wurden ursprünglich für Mahlsteine verwendet, und sind so robust, dass sie selbst heute noch keiner Erneuerung bedürfen.
Die Torbögen des Hauptschiffes und die Säulen wurden aus rosafarbenem und gelblichem Tuffgestein kunstvoll gearbeitet und heben sich durch diese Farbigkeit von den kleinen Seitenschiffen nicht nur größenbedingt ab. In der Kirche selbst gibt es in den Seitenschiffen kunstvoll geschnitzte Holzaltare zu bewundern, die wunderschöne bemalte Madéja-Decke brach leider in großen Teilen 1972 ein, und wurde danach durch einfache Holzkassettendecken ersetzt. Das am kunstvollsten verzierte Objekt ist wohl die barocke Kanzel, die aus Kiefernholz in Handarbeit geschnitzt wurde.
Gegenüber dem Kirchturm führt die Calle Belem zur Plaza Junta Surprema, deren spitzer Winkel zur Calle San Augustin weist, auf der man zum gleichnamigen Kloster gelangt. Das Convento de San Augustin war bis ins 19. Jahrhundert hinein Augustinerkloster, noch während dieser Zeit der Mönche wurde es 1742 zum Sitz der ersten kanarischen Universität. Noch bis ins 20. Jahrhundert hinein wurde hier studiert, und selbst heute findet hier noch unterricht statt, allerdings als Privatschulunterricht.
Auf der Calle San Augustin kann man auch das Casa Salazar bewundern, einen Palast reicher Kaufleute aus dem 17. Jahrhundert, der in der Übergangszeit von der Renaissance in den Barock entstand und dadurch einen völlig eigensinnigen Stil verkörpert. Ein weiteres Patrizierhaus, das nebenbei bemerkt das einzige ist, das besichtigt werden kann, ist das Casa Lercaro von 1593. Es beherbergt seit seiner Restauration das „Museo de Historia de Tenerife“, das über Geologie Teneriffas, die Conquista, Christianisierung, Kolonialgeschichte Teneriffas und vieles mehr Aufschluss gibt.
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