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18. Mai, 2007 von Moderator
Strengere Kontrollen für Videospiele - Spanien unterstützt Konzept
Killerspiele bilden immer wieder einen Aufhänger, wenn es darum geht, gewalttätige Jugendliche zu erklären. Um Amokläufe zu verhindern hat die CSU in Bayern einen Vorstoß gewagt, indem sie die Killerspiele ganz verbieten wollten. Die EU-Kommission hat nun zumindestens aufgrund dieses Vorstoßes strengere Kontrollen beim Verkauf von Gewalt verherrlichenden Videospielen an Minderjährige unter 16 geplant. Losgetreten wurde die Initiative nach dem Vorfall im deutschen Emsdetten, wo im November vergangenen Jahres ein Schüler Amok lief, elf seiner Mitschüler verletzt und sich selbst umgebracht hatte.
EU-Kommissar für Justiz, Franco Frattini, wolle hierfür Ausweiskontrollen beim Kauf von Videospielen einführen. Händler, die Personen beim Kauf von Gewaltspielen nicht kontrollieren, sollen bestraft werden, sagt er gegenüber Reuters. Frattini beabsichtige außerdem eine EU-weite Harmonisierung des Strafausmaßes für Händler.
Problem dabei ist aber wieder die Uneinigkeit der europäischen Länder und so soll es den Mitgliedstaaten überlassen bleiben, welche Videospiele als Gewalt verherrlichend eingestuft werden. Die entsprechende Gesetzesvorlage wolle Frattini bis Ende März vorlegen. Er sei zuversichtlich den Entwurf durchzubringen, da bereits acht Staaten, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Ungarn und auch Spanien, den Vorschlag unterstützen. Inwieweit die einzelnen Länder und auch Spanien eine Einigung erzielen werden, ist abzuwarten.
Die Debatte um Killerspiele hat die bayerische Landesregierung dazu veranlasst, das Jugendschutzgesetz zu verschärfen. Sie plant nun das generelle Verkaufsverbot von solchen Spielen. Heftige Kritik an diesem Vorhaben übt der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen (G.A.M.E.) www.game-bundesverband.de. “Wer solch ein Verbot fordert greift meiner Ansicht nach zudem massiv in das Recht der Erwachsenen auf Kultur ein”, sagt Stephan Reichart, Geschäftsführer von G.A.M.E. (Quelle: pte. 15.01.2007)
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