Extremadura Spanien

Extreme Region mit extremen Bedingungen

Lange Zeit war dieser Teil Spaniens das Armenhaus Europas, bereits im 16. Jahrhundert war das Leben hier hart, als das trockene Land kaum etwas an Flächen bot, die bewirtschaftet werden konnten, so dass die meisten Konquistadoren aus dieser Region kamen, um der Hoffnungslosigkeit und Armut zu entgehen.


Und auch später änderte sich wenig an diesem Ruf, kaum besiedelt und so gut wie nicht industrialisiert, hinkt die Extremadura nach wie vor hinter den europäischen und spanischen Standards hinterher. Jedoch wurde zumindest das Land durch künstliche Bewässerung einigermaßen fruchtbar und für Landwirtschaft geeignet gemacht.

Nur wenige Städte konnten sich seit Anfang an gut entwickeln in dieser Gegend, wie Cáceres nahe der portugiesischen Grenze und das weiter südlich gelegene Mérida, das schon immer handels- und verkehrsgünstig dort lag, wo die alte Römerstraße Vía de la Plata von Nord nach Süd und der alte Handelsweg zwischen Lissabon und Toledo von West nach Ost aufeinander treffen.

Dafür blieben jedoch hier, wo kaum jemand leben wollte und will, die alten Römersiedlungen von großen Kämpfen und Bauwahn verschont, so dass die meisten der römischen Gebäude Spaniens hier erhalten blieben. Und selbst die Natur, wenn sie auch recht karg ist, blieb hier weitgehend in Takt, da es kaum Industrie und große Städte oder Straßen gibt. Nur das Vieh grast die so genannten Dehesas ab. Diese Landschaften sind von felsigem Untergrund, der von Gras und Steineichen bewachsen wird, geprägt und zugleich einer der wertvollsten noch erhaltenen Landschaftstypen Spaniens, da hier Kaiseradler und Luchs sowie einige seltene Zugvögel noch wild lebend ihren Unterschlupf haben.

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