Espalmador

Noch eine Sehenswürdigkeit von Formentera - neben Sa Tanca d´Alla Dins

    Espalmador:

Diese kleine Insel gehört nicht direkt zu Formentera, sondern liegt im Norden von Formentera, in einer etwas abgelegenen Position.


Espalmador ist ungefähr drei Quadratkilometer groß und zeichnet sich durch eine felsige Küste aus, die für Schiffe und Boote nur schwer befahrbar ist. Nur zwei Buchten, eine im Süden, die andere im Nordwesten, stellen einen guten Anlegeplatz für Wasserfahrzeuge dar und werden vor allem gerne von Yachten benutzt, um dort vor Anker zu gehen. Erreichbar ist die Insel allerdings besser mit einem Boot als mit einem größeren Fahrzeug.

Beliebt ist vor allem die kleine Schlammlagune von Espalmador, in der Besucher der Insel sich mit Schlamm bedecken und sich anschließend in der Lagune „sauber baden“. Wenn das Wasser niedrig steht, kann man auch zu Fuß von Formentera nach Espalmador laufen, da ein kleiner Landstreifen relativ hoch im Wasser steht. Allerdings sollte man sich vor einem solchen Unterfangen informieren und – ähnlich wie bei Wattwanderungen in den nördlichen Meeren – kein Risiko eingehen. Es empfiehlt sich normalerweise, doch auf ein Boot zurückzugreifen. Man kann diese Fahrzeuge an der Küste von Formentera leicht mieten.

Rund um die Insel findet man noch eine Reihe von weiteren kleinen Eiländern. Die wichtigsten von ihnen sind Illa Castavi und Illa des Porcs. Diese beiden Inseln sind weitaus einladender als Espalmador - ihre Strände bestehen aus weissem Sand und glasklarem Wasser und auch das Inland der Insel ist weniger felsig als auf der größeren Insel.

    Sa Tanca d´Alla Dins:

Dieses Gebiet liegt weit im Süden von Formentera. Sa Tanca gilt als die unbewohnbarste Region der Insel und macht diesem Ruf auch alle Ehre: niemand lebt in diesem steinigen Gebiet, das vor einer mit Felsen und Riffen übersäten Küste liegt. Die karge Vegetation wird beherrscht von Gestrüpp und Rosmarin und einigen wenigen Feldern, auf denen einzelne Schafe grasen.

Gerade diese Kargheit und Einsamkeit allerdings ist es, die den Reiz dieser Region (die übrigens relativ nah am afrikanischen Kap liegt) ausmacht – hier braucht man nicht zu befürchten, allzu viele Menschen zu treffen; eher wird man sich zu einsam fühlen. Besucher, die in diese Region kommen, werden vertieft in eine Welt des Friedens und der Ruhe, die von der einsamen Landschaft und vom Blick auf einen einsamen Horizont ausgestrahlt wird.

Ein schöner Anblick ist auch der Leuchtturm an der Spitze der Steilküste, der die Seefahrer vor den tückischen Gewässern vor der Küste warnen soll. Weiter im Inland wird die Landschaft von Mauern bestimmt, die sich durch die Haferfelder und Aleppokiefern ziehen. Die einzige menschliche Siedlung in der Nähe liegt ebenfalls weiter im Inland, wo diese Region wieder etwas bewohnbarer und fruchtbarer wird.

Dort, wo die “Zona de Repoblación” beginnt, sieht man links die „Torre“ des Cap. Es handelt sich dabei um den Rest eines Wehrturms, der früher dem Schutz der Küste vor Piratenangriffen und militärischen Überfällen diente. Wenige Meter weiter am Leuchtturm führt rechts ein Weg zu einer kleinen Höhle, durch die man hinab bis zum Ausgang geht. Die Aussicht, die man von dort genießen kann, ist beeindruckend – man befindet sich ungefähr 100 Meter über dem Meer und blickt auf eine felsige Steilküste hinunter.

Diese Icons verzweigen auf soziale Netzwerke bei denen Nutzer neue Inhalte finden und mit anderen teilen können.
  • Digg
  • del.icio.us
  • MisterWong
  • YahooMyWeb

2 Kommentare zu “Espalmador”

  1. am 30. Mrz 2007 um 20:34Sabine W.

    Unglaublich beeindruckend!

    Letzten Sommer war ich auf Formentera und habe unter anderem auch dieses Gebiet - Sa Tanca d’Alla Dins - erkundet.

    Zusammen mit einer Freundin haben wir die gesamte Insel zu Fuß erwandert und als wir in Sa Tanca d’Alla Dins ankamen, war das für mich der Höhepunkt und die Krönung unseres gesamten Aufentahlts. Diese Natur, diese Landschaft, die dort vorzufinden ist, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Es sieht aus, wie auf einem anderen Planeten. Natürlich war ich noch nie auf einem anderen Planeten, aber genau so stell ich es mir dort vor. Überall Steine, Geröll und zerkluftete Felsen. Hier und da ein kleines trockenes Pflänzchen, dass sich ganz dicht über dem steinigen Boden kauert - vom starken Wind ganz schief und schräg verwachsen. Je weiter man sich schließlich vom Landesinneren Richtung Küste bewegt, desto felsiger und rauher wird die Umgebung. Der Wind wird immer stärker und braust einem mit einer derarten Lautstärke um die Ohren, dass man sogar Schwierigkeiten hat, das eigene Wort zu verstehen. So wanderten oder besser gesagt stolperten wir lange Zeit, bis wir schließlich an der Küste ankamen. Und das Schauspiel, das sich uns dort bot war atemberaubend. Wir beobachteten stundenlang ohne ein Wort zu sagen die Wellen, wie sie sich an den zerklüfteten Felsklippen brachen und die weiße Gischt in immer neuen phantastischen Formen vor und zurück sprudelte. Es war als hätten wir hier unseren Frieden gefunden. Wie ein Ort der Meditation. Ich fühlte mich nach diesem Urlaub wie neu geboren und voller Energie und Kraft. Noch heute kann ich von diesem Erlebnis zehren.
    Für alle, die dieses Schauspiel auch erleben wollen und schon lange hoffen, einmal zu sich selbst zu finden, kann ich diese Gegend nur wärmstens empfehlen.

    Viele liebe Grüße von Sabine

  2. am 10. Apr 2007 um 10:34Sonja

    Das klingt ja wie im Paradies!

    Wer wollte sich nicht schon mal im Schlamm wälzen und sich anschließend im klaren Wasser baden?! Erinnert ein bisschen an “The Beach”. Einach zur nächsten Insel schwimmen, wo der Strand weiß und das Wasser hellblau ist…

Kommentar schreiben

Bevor Sie den Kommentar abschicken, geben Sie bitte den eingeblendeten Sicherheitscode ein. Ist der Code Ihnen zu unleserlich, klicken Sie auf
das Bild und Sie bekommen einen neuen Sicherheitscode:

 



Ihr Kommentar wird manuell geprüft und ggf. veröffentlicht



Mallorca Tipps


Tipps für Touristen Da Mallorca zum EU-Binnenmarkt gehört, entfallen für Reisende aus EU-Ländern die Zollbegrenzungen. Man wird, ganz gleich ob man mit dem Flugzeug oder der Fähre unterwegs ist, äußerst selten an eine Zollkontrolle kommen. Für Reisende, die nicht aus einem EU-Land kommen, gelten weiterhin Grenzwerte und Zollbestimmungen. Seinen Personalausweis oder Reisepass sollte man immer mit sich führen. Auch wenn prinzipie [...]

Spanien Ferien


Spanien ist nicht nur wegen der Sonne als Ferienziel bestens geeignet Als Tourist in Spanien wird man keine größeren Probleme haben. Allgemein gelten die Spanier als sehr aufgeschlossen und offenherzig, zumal man seine wichtigste Einkommensquelle nicht vergraulen möchte. Auch alleinreisende Frauen werden nicht abfällig behandelt, wie das in manch anderem Land der Fall wäre. Sie sollten nur - wie in jeder größeren Stadt sonst auch - [...]