Bilbao Spanien

“Über sieben Brücken sollst Du gehn…” - Bilbao erleben

Bilbao und der Großraum um Bilbao liegen im Norden Spaniens und gelten gleichermaßen als ihr Ruhrpott. Die Gegend zählt zu denen in Europa, die am dichtesten besiedelt sind, was zu den gleichen Problemen führt, die man im Ruhrpott kennt.


Die Eisen- und Werftindustrie kämpft in und um Bilbao gegen den drohenden Zerfall an. Den abwertenden Beinamen “El bacho” (übersetzt: das Loch), verdankt Bilbao ihrem enormen Bevölkerungsanstieg in der Zeit zwischen 1850 und 1920 sowie der gleichzeitig einsetzenden Industrialisierung.

Obgleich der Hafen zu einem der wichtigsten des Landes avancierte, wird der Ruf der Stadt noch immer durch die Erdölraffinerien und Eisenhütten beschädigt. Dennoch hat Bilbao nicht nur Industrie zu bieten.

Der alte Kern der Stadt verleiht ihr wieder einen provinzialischen Charakter. Die Bars und Cafés, die Geschäfte und Restaurants laden die Besucher zum Verweilen ein und außerdem findet man hier einige der schönsten und besten Museen des ganzen Landes, wie z.B. das Museum der Schönen Künste oder auch das weltbekannte Guggenheim-Museum, welches sich als Stiftung sonst nur noch in New York und Venedig befindet. Die außergewöhnliche Architektur verdankt das Museum dem Amerikaner Frank O. Gehry. Es verfügt außerdem über 11.000 m² Ausstellungsfläche und ist im Norden der Stadt neben dem Museo de Bellas Artes zu finden.

Wer sich im Sommer lieber in die Sonne setzt, der kann sich auf einem der vielen Stühle setzen, den die feinen Cafés überall auf dem Plaza Nueva verteilen. Umrandet von schicken Arkadengängen wurde dies als geschlossenes Ensemble im 18. Jahrhundert angelegt. Sieben enge Gassen, genannt Siete Calles, führen zum Fluss Rio Nervión. Ist man bei der gigantischen Markthalle angekommen, lässt man sich am besten ein wenig treiben. Vorbei an farbenfrohen Markstände und hin zu kleinen niedlichen Cafés, in denen man sich entspannen kann.

Den Rio Nervión kann man an sieben Stellen überqueren, seit 2000 sogar an acht Stellen. Beeindrucken lassen kann man sich von der Puente de Vizcaya, die eine Art Hängebrücke ist, nur dass man über den Fluss gezogen wird und nicht selber hinüberfährt.

Den besten Blick über die ganze Stadt hat man von der Basílica de Begoña. Die Wallfahrtskirche im Osten der Stadt wurde im 16. Jahrhundert an dem Ort erbaut, an dem es zu einer Marienerscheinung gekommen sein soll. Entweder man steigt die Treppen zur Kirche selber auf oder aber man fährt mit Aufzug von Calle Esperanza hinauf.

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