Atlantikküste Spanien
12. Dezember, 2006 von Moderator
Spaniens Strände entlang des großen Atlantik
Von Gibraltar bis zur Grenze Portugals erstreckt sich die andalusische Costa de la Luz, die bei Tarifa beginnt, wo das spanische Festland und der europäische Kontinent nur 14 Kilometer vom afrikanischen Marokko entfernt sind. Die „Küste des Lichts“ bietet vorzügliche Sandstrände und weitgehend unberührte Dünenlandschaften, da der starke Massentourismus mit großen Hotelklötzen und Retortensiedlungen hier bislang noch nicht ausgeprägt ist.
Vermutlich liegt es an der extremen Hitze und brennenden Sonne, die hier im Sommer selbst an der Küste für Mitteleuropäer und auch Spanier fast nicht zu ertragen ist. Besser ist dieses Ziel für andere Jahreszeiten, wie Frühjahr und Herbst geeignet, vor allem kann man dann die interessanten Städte der maurischen Kultur besser besichtigen.
Der nördliche Teil der Atlantikküste wird insgesamt übergreifend als Costa Verde bezeichnet, da sich hier die niederschlagsreichsten und somit grünsten Gebiete der Küsten und Spaniens finden. Doch gibt es auch besser detaillierte Gliederungen. So wird die Küste Galiziens als Rías Gallegas bezeichnet, da sie von Flussmündungen, den Rías, die sich tief ins Gestein geschnitten haben, stark zerklüftet wurde. Hier findet man nur sehr wenige Sand- und allgemein Badestrände. Die meisten Küstenteile sind stark felsig und schroff und der Seegang ist wesentlich stärker als am Mittelmeer.
Diese Küste kann man noch in Rías Baixas und Rías Altas, die unteren beziehungsweise oberen Flussmündungen unterteilen, die sich von der portugiesischen Grenze bis zum Kap Finsterre und von diesem bis zur Grenze Asturiens ziehen. Wegen dem unberechenbaren und extremen Seegang wird die Rías Altas auch als Costa de la Muerte, die Todesküste bezeichnet.
In Asturien findet man dann die eigentliche Costa Verde, die grüne Küste, deren Strände zwar nicht sonderlich breit und nicht einfach zugänglich sind, dafür umso feinsandiger, ruhiger und schöner. Direkt hinter den Stränden steigt das Massiv der kantabrischen Küstenkordillere auf, das wegen der häufigen Niederschläge und des ganzjährig milden Klimas herrlich grün bewachsen ist.
Unberührter sind nur die weißen Sandstrände Kantabriens Costa de Cantabria, die aufgrund des Bergmassivs, das sich weit vor ans Meer schiebt ebenfalls nicht leicht zu erreichen, dafür fast menschenleer und ruhig sind. Die Costa Vaska hingegen, die baskische Küste ist nicht besonders empfehlenswert, da es hier stellenweise extreme Probleme mit Wasserverschmutzung gibt, gerade nahe großen Siedlungsgebieten wie Bilbao, auch wenn die schönen Strände noch so locken.
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